Das Tauziehen hat ein Ende: Mahmoud Dahoud verlässt Borussia Mönchengladbach und wechselt nach der laufenden Saison zu Borussia Dortmund.

Borussia Dortmund hat das nächste europaweit umworbene Top-Talent für sein Mittelfeld an Land gezogen: U21-Nationalspieler Mahmoud Dahoud wird im Sommer vom Rivalen Borussia Mönchengladbach zum BVB wechseln und einen Vertrag bis 2022 erhalten. Beide Vereine bestätigten den Transfer.

Die Statistik von Mahmoud Dahoud
Die Statistik von Mahmoud Dahoud © iM Football

Ablöse rund zehn Millionen Euro

"Mo Dahoud ist ein hochtalentierter und spannender Spieler für das zentrale Mittelfeld, den wir seit mehreren Jahren sehr intensiv beobachten", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc: "Er hat bereits nachgewiesen, dass er auf Top-Niveau spielen kann." Die Ablöse für den Deutsch-Syrer Dahoud soll auf zehn Millionen Euro festgeschrieben gewesen sein.

Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl zeigte sich trotz des Verlustes auch erleichtert.

"Es war für Spieler und Verein wichtig, dass die Entscheidung fällt, damit alle den Kopf wieder frei haben. Mo kann sich in acht Wochen nach einer großartigen Zeit auch großartig verabschieden," sagte er.

Chance auf Ersatz

Natürlich stößt der neue Verein des 21-Jährigen bei den Fohlen auf wenig Begeisterung. "Wir von Borussia Mönchengladbach sagen, dass er zur falschen Borussia geht. Das haben wir aber nicht zu entscheiden, sondern ganz allein der Spieler."

Dahoud spielt seit 2010 für Mönchengladbach. "Es ist schade, dass erneut ein großes Eigengewächs den Verein verlassen wird. Das hat Gladbach in den letzten Jahren leider öfters erleben müssen," so Eberl weiter.

In der laufenden Saison kam Dahoud in 19 Bundesligaspielen zum Einsatz, er erzielte ein Tor und bereitete vier weitere vor. Seine Hinrunde war nach einem steilen Aufstieg allerdings schwach.

"Uns ist es immer gelungen solche Spieler zu ersetzten. Wir werden sehr gutes Geld verdienen und damit auch einen Ersatz finden," urteilt Eberl zuversichtlich.

Hecking bleibt gelassen

Trainer Dieter Hecking nahm den bevorstehenden Abschied vielleicht auch deshalb gelassen auf. "Bis auf den FC Bayern müssen alle Vereine Spieler abgeben. Borussia hat in den letzten Jahren bewiesen, dass sie solche Abgänge gut kompensieren kann", kommentierte er. Letzter Spieler, der aus Gladbach zum BVB wechselte, war Marco Reus.

Der BVB hat im offensiven Mittelfeld ein Überangebot hochtalentierter Profis wie Christian Pulisic, Ousmane Dembélé oder Emre Mor, die allerdings ihre Stärken auf den Außenpositionen haben. Dahoud kann im zentralen Mittelfeld auf allen Positionen spielen, er dürfte mit Julian Weigl, Raphael Guerreiro oder Gonzalo Castro konkurrieren.

Weiterlesen