Für Kevin Großkreutz kam Anfang März das Aus beim VfB Stuttgart © Getty Images

Der in Ungnade gefallene Kevin Großkreutz wird sich in Zukunft bei den Amateuren von Borussia Dortmund fit halten. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke bestätigte die Rückkehr.

Kevin Großkreutz wird in Zukunft bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund mittrainieren. Das bestätigte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der Sport Bild.

Der BVB hatte dem tief gefallenen Weltmeister angeboten, mit der Amateurmannschaft in der vierten Liga (Regionalliga West) zu trainieren.

"Er hat sich bedankt, dass wir ihm die Möglichkeit geben, sich in der zweiten Mannschaft fit zu halten, und wird diese Option auch nutzen", erklärte Watzke.

Der BVB-Boss zeigte sich außerdem zuversichtlich, dass Großkreutz trotz der Eskapaden in jüngster Vergangenheit wieder von einem Bundesligisten verpflichtet werden könnte.

"Warum nicht? Für Borussia Dortmunds Zukunft ist er kein Thema - aber wenn du einen Spieler brauchst, der mit vollem Einsatz dabei ist, der eine Verbindung zu den Fans herstellt und sich voll mit einem Verein identifiziert, ist das natürlich vorstellbar", meinte Watzke. "Ich könnte mir einige Klubs vorstellen, denen er sportlich und von der Mentalität her noch immer sehr gut tun würde."

Schlägerei kostete Großkreutz den Job

Großkreutz war beim Zweitligisten VfB Stuttgart nach einem nächtlichen Ausflug und einer Schlägerei vor die Tür gesetzt worden. Sein Vertrag wurde aufgelöst.

Laut eines Berichts der Sport Bild hatte der Offensivspieler zunächst selbst beim BVB angefragt, ob er mit dem Amateurteam trainieren dürfe. Der Verein hatte dies zwar nicht bestätigt, Großkreutz aber die Tür geöffnet.

"Wenn er uns fragt, wird unsere Antwort auf jeden Fall ja lauten. Kevin ist ein verdienter BVB-Spieler und wird immer zur BVB-Familie gehören", hatte der Verein mitgeteilt.

"Er hat mit uns zwei Meisterschaften gewonnen, das vergessen wir ihm nicht. Er hat einen schweren Fehler begangen, er hat ihn eingesehen und sich dafür entschuldigt. Deshalb ist er natürlich herzlich willkommen", sagte Pressesprecher Sascha Fligge über ein mögliches Engagement des 28-jährigen Weltmeisters.

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