Bayer Leverkusen v Clube Atletico Mineiro - Florida Cup 2017
Die Karriere von Stefan Kießling stand im vergangenen Sommer auf der Kippe © Getty Images

Die Karriere von Leverkusen-Stürmer Stefan Kießling war im vergangenen Sommer durch eine hartnäckige Verletzung bedroht. Yoga wurde zum Helfer in der Not.

Der ehemalige Nationalspieler Stefan Kießling von Bayer Leverkusen hat eingestanden, dass er im vergangenen Sommer um die Fortsetzung seiner Karriere stark gebangt habe. "Im Sommer war es kurz vor 12 für mich", sagte der 33 Jahre alte Angreifer im Bild-Interview: "Ich hatte plötzlich jeden Tag Schmerzen in der Hüfte. Die waren so hartnäckig, so etwas wünsche ich keinem."

Der Torjäger stand laut eigener Aussage unter großem psychischen Druck: "Der Gedanke, dass die Karriere auf der Kippe steht und ich nicht wusste, wie es weitergeht – das war erdrückend. Es gab schon Tage, da war ich verzweifelt. Hätte die Therapie nicht angeschlagen, hätte ich sagen müssen: 'Ich höre auf!'"

Yoga gegen die Schmerzen

Doch mit unterschiedlichen Herangehensweisen wurden die Schmerzen in der Hüfte besiegt: "Wir haben verschiedene Sachen versucht. Ich mache jeden Tag meine Übungen, einmal in der Woche Yoga. So habe ich die Probleme in den Griff bekommen und mich wieder rausgeboxt." Seitdem gehe es ihm wieder gut. "Ich kann wieder super schlafen. Der Kopf spielt dabei eine wichtige Rolle. Wenn der nicht mitspielt, ist es schwer. Zum Glück hatte ich große Unterstützung", äußerte der Blondschopf. 

An ein Aufhören verschwendet "Kieß" derzeit keine Gedanken: "Ich will definitiv noch bis 2018 spielen", betonte der Ex-Nürnberger, "ich habe seit Winter praktisch komplett mittrainiert, da ist es für mich logischerweise schwer, die Rolle anzunehmen, die ich zuletzt auszufüllen hatte. Im Moment bin ich fit. Und wenn ich fit bin, kann ich jeder Mannschaft helfen." Unter Trainer Roger Schmidt war Kießling nur zweite Wahl, der Routinier hofft, dass der neue Coach Tayfun Korkut wieder verstärkt auf ihn setzen wird.

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