Martin Kind von Hannover 96 äußert Kritik am BVB
Martin Kind ätzt gegen Borussia Dortmund, dem er eine "Doppelmoral" vorwirft © Getty Images

Der 96-Chef stört sich an den 50+1-Kritiken und wirft Borussia Dortmund als Traditionsklub einen falschen Umgang mit den eigenen Anhängern vor.

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Er ist einer der mächtigsten Mäzene in Fußball-Deutschland: Hannover-Boss Martin Kind. Sein Name fällt als einer der ersten, wenn es um die 50+1-Regel geht.

Als angesehener Geschäftsmann ist Kind darauf bedacht, dass bei seinem Engagement alles nach Recht und Ordnung abläuft. Und doch stört ihn die Kritik gegen finanzstarke Investoren. 

Kritik an Watzke und Co.

Im Interview mit der Bild griff der 72-Jährige jetzt die Verantwortlichen von Borussia Dortmund an und warf ihnen Scheinheiligkeit vor.

"Man verkauft sich dort immer gern als letzter Hüter und Beschützer der Tradition. Man vermittelt den Eindruck, als vertrete man die Interessen des (...) Vereins", sagte Kind mit einer Spitze gegen die Bosse der Schwarz-Gelben. "Dabei ist Borussia Dortmund ein reines Wirtschaftsunternehmen, börsennotiert mit allen knallharten Regularien des Aktien-Rechts. Es geht ums Geld und die Interessen der AG. Das sagt man den Fans aber nicht. Der Verein hat keinen Einfluss."

Eine Spitze gegen Watzke und Co. - der Geschäftsführer lässt sonst wenig Gelegenheiten aus, gegen Vereine wie RB Leipzig oder Hoffenheim zu sticheln. Kind warf der Dortmunder Vereinsführung Stimmungsmache gegen Leipzig vor. "Dortmund trägt einen gewissen Anteil an der Eskalation mit RB Leipzig", sagte er. 

Die Sperrung der Südtribüne nach den Fan-Krawallen gegen Leipzig hält Kind im Nachhinein sogar noch für zu schwach. "Ich fand das Urteil vergleichsweise mild, wenn ich mir unsere Strafen so anschaue", merkte er an.

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