Friedrichshafen - Der Trainer der TSG Hoffenheim stand 2015 vor einem Wechsel zum FC Bayern. Im SPORT1-Interview erläutert Bayern-Präsident Uli Hoeneß, warum Nagelsmann in Sinsheim blieb.

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Uli Hoeneß ist wieder mittendrin im Geschehen. Beim Champions-League-Hit der Bayern-Frauen gegen Paris Saint-Germain (ab 18.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) wird der Präsident auf der Tribüne sitzen und die Daumen drücken.

Am Rande eines Termins in Friedrichshafen sprach Hoeneß zuvor mit SPORT1 über die aktuelle sportliche Situation seines Klubs, die Fußballfrauen und Basketballer des FC Bayern, Trainer Carlo Ancelotti und die Beinahe-Verpflichtung von Julian Nagelsmann. 

Uli Hoeneß über …

… die aktuelle Lage des FC Bayern:

"Als Präsident und Fan des FC Bayern kann man zur Zeit total happy sein. Wir haben nicht nur tabellarisch eine gute Situation, sondern wir spielen auch wieder sehr, sehr guten Fußball. Das habe ich Carlo Ancelotti auch gesagt. Ich bin immer ein Kritiker, wenn es nicht läuft. Aber so wie wir im Moment spielen, so souverän, so ballorientiert, jeder Spieler ist auch ohne Ball unterwegs – das macht richtig Spaß. Wir stehen auch zu Recht so weit oben."

… den Ruhepol Carlo Ancelotti:

"Das ist sein Charakter. Er war ja immer so. Er war nie einer, der an der Linie rauf und runter gerannt ist. Das hat er eben im Blut."

… die TSG Hoffenheim:

"Mit vielen jungen Spielern und durch großes Engagement stehen sie so weit oben. Vor einem Jahr, als Julian Nagelsmann dort als Trainer übernommen hat, war Hoffenheim Abstiegskandidat. Und jetzt sind sie drauf und dran, in die Champions League einzuziehen. Das in so einem kleinen Ort zu schaffen – man darf ja nicht vergessen, wie viele Einwohner Hoffenheim hat – davor muss man großen Respekt haben."

 … das Interesse 2015 an Julian Nagelsmann als U-Trainer und dessen Absage: 

"Es war ja nicht ganz so. Er wäre ganz gerne zum FC Bayern gekommen, aber Herr Hopp hat das nicht erlaubt."

... das Champions-League-Viertelfinale der Frauen gegen Paris Saint-Germain:

"Ich hoffe, dass 5.000 bis 6.000 Zuschauer kommen. Die Mannschaft hat sich das unglaublich verdient, weil es sich hart erarbeitet haben, in der Champions League zu spielen. Es kommt ein super Gegner. Der Auftritt gegen PSG wird natürlich für uns besonders wichtig, weil es in unserer Mannschaft bestimmt eine gewisse Nervosität geben wird. Die Champions League ist einfach eine andere Kategorie als die Bundesliga."

… die Basketballer des FC Bayern und den Sieg gegen Bamberg:

"Unser Team hat sich in einem schwierigen Spiel, das sehr körperbetont war, nicht unfair, aber sehr hart geführt wurde, nach der Pause mit ungeheurem Einsatz und Engagement hineingekämpft und verdient gewonnen."

… ratiopharm Ulm aus seiner Geburtsstadt, das verlustpunktfrei an der Spitze der BBL steht:

"Das habe ich mit viel Freude verfolgt. Ulm spielt bisher eine fantastische Saison und ich sage mit großem Respekt, dass sie verdient dort oben stehen." 

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