Jerome Boateng, FC Bayern München, Bundesliga
Jerome Boateng steht vor seinem Comeback beim FC Bayern © Getty Images

Nach überstandener Verletzung könnte Jerome Boateng sein Comeback als Joker geben. Gegen Frankfurt wird der Weltmeister im Bayern-Kader stehen.

Jerome Boateng soll am Samstag im Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt nach knapp viermonatiger Verletzungspause sein Comeback für Bayern München geben. "Er wird das Spiel nicht beginnen, aber ich will ihm Minuten geben", sagte Trainer Carlo Ancelotti am Freitag, "er ist fit, seine Verfassung ist gut."

Boateng war zuletzt am 23. November im Gruppenspiel der Champions League beim FK Rostow (2:3) aufgelaufen. Im Dezember hatte er sich einer Operation am rechten Brustmuskel unterziehen müssen.

"Boateng ist ein fantastischer Innenverteidiger", sagte Ancelotti, der im Abwehrzentrum zuletzt auf Weltmeister Mats Hummels und Javi Martínez gesetzt hatte. Mit Boateng habe er nun "die Möglichkeit zu rotieren, weil wir im April viele wichtige Spiele haben".

Verzichten muss Ancelotti lediglich auf Juan Bernat, der "ein kleines Problem" habe, aber in der kommenden Woche wieder trainieren könne. Stammtorhüter Manuel Neuer, der zuletzt wegen Problemen an der rechten Wade und Achillessehne hatte kürzertreten müssen, ist einsatzbereit. "Er hat kein Problem, er spielt", sagte Ancelotti, der "keine große Rotation" plant.

Nach zuletzt starken Auftritten forderte der Italiener: "Wir müssen weitermachen mit dieser Arbeit." Dennoch blickt er mit Sorge in die nähere Zukunft. "Wir haben Angst vor der Länderspielpause", sagte er, weil er hofft, dass sich dann kein Spieler verletzt.

Ancelotti verabschiedete zudem Xabi Alonso, der seine Karriere im Sommer beenden wird. "Wir verlieren einen fantastischen Mittelfeldspieler und Menschen", sagte er. Alonso habe "die Qualität, die es braucht, um ein guter Trainer zu werden, das Wissen, die Erfahrung. Er muss nur das Gegenteil von dem tun, was er von mir gelernt hat." Der Spanier selbst betonte, er wisse noch nicht, wohin sein Weg führe. "Trainer? Warum nicht?", sagte er, "aber ich brauche ein bisschen Zeit, um darüber nachzudenken."

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