Rudi Völler ist mit der Situation bei Bayer Leverkusen nicht zufrieden
Rudi Völler ist mit der Situation bei Bayer Leverkusen nicht zufrieden © Getty Images

Rudi Völler bleibt auch nach den letzten schwachen Auftritten von Bayer Leverkusen gelassen. Der Sportdirektor glaubt nicht an einen Ausverkauf zum Saisonende.

Rudi Völler sieht Meldungen über einen drohenden Ausverkauf bei Bayer Leverkusen, sollte am Ende der Saison ein Europacupplatz verpasst werden, gelassen.

"Warum soll das denn passieren? Im Gegenteil: Zuallererst hätten dann ja die Spieler einen großen Anteil am Verpassen des Ziels. Also müssten auch die Spieler es dann in der nächsten Saison reparieren", sagte der Bayer-Sportchef im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass einige Leistungsträger aufgrund von Freigabeklauseln den Werksklub im Sommer verlassen könnten. Natürlich habe Bayer einen interessanten Kader mit vielen jungen Leuten, so Völler: "Das spüren wir in jeder Transferperiode an den Anfragen anderer Klubs. Wir haben so viel Qualität im Kader. Und wenn ein großes Angebot kommt, mit einer großen Summe, dann müssen wir uns hier alle zusammensetzen und uns damit befassen, wie wir das immer tun."

Als Beispiel führte der 56-Jährige die 30-Millionen-Euro Offerte 2015 von Tottenham Hotspur für den südkoreanischen Stürmer Heung-Min Son an. Damals entschloss sich Bayer für einen kurzfristigen Transfer.

"Müssen keine Spieler verkaufen"

"Das ist doch selbstverständlich. Aber das passiert sowieso, ganz unabhängig davon, ob wir Dritter, Vierter, Siebter oder Zehnter werden. Eins ist jedoch klar: Wir müssen hier keinen Spieler verkaufen, nur weil wir vielleicht mal ein Jahr nicht international spielen. Das gibt's nicht", bekräftigte Völler.

Rückendeckung für Schmidt

Dem umstrittenen Chefcoach Roger Schmidt gab er vor dem Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) beim Vizemeister Borussia Dortmund erneut Rückendeckung.

Unser Ziel ist es definitiv, mit Roger Schmidt zu arbeiten, auch wenn wir mit der momentanen Situation nicht zufrieden sind", betonte der Weltmeister von 1990, "wir wollen es gemeinsam mit dem Trainer schaffen und am Ende der Saison hoffentlich ein positives Fazit ziehen. Ich glaube, mehr Rückendeckung, als wir Roger Schmidt gegeben haben, kann man einem Trainer nicht geben."

Völler äußerte sich auch zu den Saisonzielen: "Tatsache ist, dass wir über Champions-League-Plätze derzeit nicht reden müssen. An die Chance auf die Europa League glaube ich jedoch fest. Dafür reicht Platz sechs, je nachdem, wer ins Pokalfinale kommt, auch Platz sieben. Wir müssen jetzt eben Schritt für Schritt denken, der Abstand ist noch nicht so groß, dass man das aufgeben muss."

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