Hamburger SV v Borussia Moenchengladbach - DFB Cup Quarter Final
Markus Gisdol besitzt beim HSV aktuell einen Vertrag bis zum Saisonende © Getty Images

Markus Gisdol spricht über die Aufarbeitung der 0:8-Klatsche beim FC Bayern und warum er seinen HSV-Spielern die Pleite nicht noch einmal vorspielte.

Nach Ansicht von Trainer Markus Gisdol hat die Berichterstattung der Medien vor dem Bundesligaspiel des Hamburger SV im Februar beim Tabellenführer Bayern München zum 0:8-Debakel gegen den deutschen Rekordmeister beigetragen. Noch nie in ihrer fast 54-Jährigen Bundesliga-Historie haben die Hanseaten eine höhere Niederlage kassiert.

"Wir waren bis dahin eigentlich gut in Schuss, aber in der Woche davor schwang so viel Negatives mit. Überall wurde aufgezählt, wie hoch wir die Spiele in München zuvor verloren hatten. Das hat die Mannschaft nicht gut verkraftet, so stabil ist sie einfach noch nicht", sagte der Coach in einem Interview mit der Welt am Sonntag.

Er habe nach dieser Pleite, so der 47-Jährige weiter, daher ganz bewusst auf eine detaillierte Videoanalyse verzichtet. Gisdol: "Hätte ich auf diesem 0:8 rumgeritten, hätte ich mir alles zerschossen, was ich an Vertrauen mühsam aufgebaut habe." 

"Nach einem Spiel lasse ich die Spieler in der Kabine immer in Ruhe - egal, ob wir gewonnen oder verloren habe", meinte Gisdol weiter: "Bei Ansprachen unmittelbar nach einem Ereignis wird man oft von Gefühlen übermannt, die in den seltensten Fällen gut sind.

Der HSV nimmt in der Tabelle zurzeit den 16. Rang ein.

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