FC Schalke 04, Jahreshauptversammlung, Bundesliga, Christian Heidel, Markus Weinzierl
Trotz durchwachsener sportlicher Bilanz können die Schalker wirtschaftlich glänzen © Getty Images

Der FC Schalke 04 präsentiert neue wirtschaftliche Rekordzahlen, steigerte Umsatz und Gewinn. Das liegt neben den TV-Einnahmen auch an Spielerverkäufen.

Dank des Verkaufs seines Jungstars Leroy Sane hat der FC Schalke 04 auch ohne Champions-League-Teilnahme den zweiten Rekordumsatz in Folge und den höchsten Gewinn der Klubgeschichte verbucht.

Die Königsblauen setzten im Geschäftsjahr 2016 265,1 Millionen Euro um, 400.000 Euro mehr als im Vorjahr. Der Konzern erwirtschaftete einen Überschuss von 29,1 Millionen Euro. "Wir haben gute Zahlen", sagte Finanzvorstand Peter Peters am Mittwoch.

Sane schönt die Zahlen

Wie schon 2015, als die Gelsenkirchener unter anderem Weltmeister Julian Draxler verkauften, kassierten sie im vergangenen Jahr mehr als 50 Millionen Euro Ablösesummen.

Den überwiegenden Teil machte Eigengewächs Sané aus, der für geschätzte 50 Millionen Euro zu Manchester City wechselte. Der komplette Betrag taucht aber noch nicht im Jahresabschluss auf, City hat noch nicht die komplette Summe überwiesen.

"Der Umsatz wäre noch deutlicher angestiegen, wenn wir nicht ein Bundesliga-Heimspiel weniger gehabt hätten", betonte Peters: "Zudem hatten wir kein Heimspiel im DFB-Pokal." Wegen der Olympischen Spiele 2016 hatte die Bundesliga-Hinrunde erst nach der Winterpause geendet.

Steigerungsraten verzeichnete Schalke beim Sponsoring (von 68,0 auf 70,5 Millionen Euro) und bei den TV-Einnahmen (von 70,4 auf 76,2). Die Gehaltskosten der Profimannschaft betrugen 85 Millionen Euro.

Der neue Sportvorstand Christian Heidel verpflichtete Neuzugänge für insgesamt 53,2 Millionen Euro. 34,8 Millionen Ablöse müssen die Gelsenkirchener aus bereits getätigten Transfers noch zahlen.

Schalke spielt Worst-Case-Szenario durch

Mit dem Gewinn reduzierte Schalke sein negatives Konzernkapital von 50,4 auf 21,9 Millionen. "Wir wollen zum Jahrzehntwechsel wieder positives Eigenkapital haben", sagte Peters. Die Verbindlichkeiten blieben mit 195,4 Millionen Euro fast unverändert (Vorjahr 194,5).

Sollte der Bundesliga-Elfte in der kommenden Saison erstmals seit sieben Jahren den Europacup verpassen, würde der Umsatz 2017 sinken.

Bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) reichte Schalke ein "Bundesliga-Szenario" mit einem Jahresfehlbetrag von zehn Millionen Euro und einem Umsatz von "über 200 Millionen" ein. "Ein Jahr ohne Europacup wirft uns nicht aus der Bahn", sagte Peters.

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