Hamburg - Der Hamburger SV setzt seinen Aufwärtstrend fort und erkämpft ein Remis bei den schwächelnden Frankfurtern.

Der Hamburger SV hat im Abstiegskampf der Bundesliga ein 0:0 bei Eintracht Frankfurt erkämpft (das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER).

Ein nicht gegebener Elfmeter nach einer Stunde brachte die Hamburger sogar um mögliche drei Punkte. Frankfurts David Abraham hatte Filip Kostic zu Fall gebracht.

"David spielt zwar leicht den Ball. Aber das reicht nicht aus", räumte Eintracht-Trainer Niko Kovac ein. "Wenn der Schiedsrichter da pfeift, dann ist das ein berechtigter Elfmeter."

Adler fühlt sich benachteiligt

"Heute sind wir benachteiligt worden, wir hätten einen Elfmeter bekommen müssen. Insgesamt ist das Unentschieden aber gerecht", meinte Hamburgs starker Torhüter Rene Adler bei sky.

Trainer Markus Gisdol war trotzdem zufrieden: "Für uns ist es ein Erfolgserlebnis, hier einen Punkt mitzunehmen. Das Unentschieden ist ein gutes Ergebnis."

Frankfurt verliert im Rennen um die Europa-League-Plätze immer mehr an Boden. Nach zuvor fünf Niederlagen in Serie kamen die Hessen auch gegen den HSV nicht über ein torloses Unentschieden hinaus und haben in den acht Partien der Rückrunde gerade einmal sieben Punkte geholt.

Hamburgs Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen ist am Sonntag zu Gast im Volkswagen Doppelpass ab 11 Uhr im TV auf SPORT1 

Der HSV setzte vor 51.500 Zuschauern seine starke Ausbeute in den vergangenen Wochen unvermindert fort und hat aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt. Trotzdem vergrößerte sich der Rückstand des Tabellen-16. auf die Nicht-Abstiegszone auf zwei Punkte, weil auch die Konkurrenz punktete.

Russ feiert Startelf-Comeback

Bei der Rückkehr von Hamburgs Vorstandschef Heribert Bruchhagen, der 13 Jahre lang und bis Sommer 2016 die Geschicke der Eintracht geleitet hatte, waren die Gäste zunächst die dominante Mannschaft. Das Team von Trainer Markus Gisdol war sechs Tage nach dem Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach (2:1) bissiger und zeigte die reifere Spielanlage. Besonders der formstarke HSV-Angreifer Bobby Wood hatte einige gefährliche Aktionen.

Der Eintracht war die Verunsicherung in einer durchwachsenen Begegnung anzumerken. Vor allen Dingen in der Defensive, in der der auf unbestimmte Zeit ausfallende Makoto Hasebe (Knie-OP) und Jesus Vallejo (Muskelfaserriss) vermisst wurden.

Dafür feierte Marco Russ sein Startelf-Comeback nach seiner Krebserkrankung. Zuletzt hatte der 31-Jährige, der als zentraler Spieler in der Dreierabwehrkette und Kapitän fungierte, am 19. Mai 2016 in der ersten Elf der Frankfurter gestanden.

Passend zum Spielverlauf konnte sich der HSV die erste gute Chance erarbeiten. Doch der Schuss von Lewis Holtby im Strafraum streifte nur das Außennetz des Eintracht-Gehäuses (11.).

© SPORT1/iMFootball

Erst Mitte der ersten Halbzeit spielten die Gastgeber mutiger nach vorne. Immer wieder wurde dabei Marco Fabian gesucht, der nach seiner Rückenblessur erstmals in der Rückrunde wieder in der Startelf auflief. Doch dem dribbelstarken Mexikaner war die fehlende Spielpraxis deutlich anzumerken.

Adler rettet glänzend

Dennoch hatten auch die Hessen ihre Gelegenheiten: Doch Stürmer Branimir Hrgota, der den Vorzug vor Spielführer Alexander Meier erhalten hatte, verzog einen Volleyschuss nach Vorarbeit von Ante Rebic knapp (29.).

Nach dem Wechsel forcierte die Eintracht den Druck. Kopfbälle von Rebic (51.) und David Abraham (54.) verfehlten ihr Ziel nur äußerst knapp.In der Schlussphase drängte das Team von Coach Kovac auf die Entscheidung. Michael Hector scheiterte allerdings aus fünf Metern kläglich an Gästekeeper Adler (72.).

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