Coke (l.) feierte für den FC Schalke 04 sein Debüt gegen Hannover 96 und köpfte ein Tor © imago

Ohne viele Nationalspieler verliert der FC Schalke 04 ein Testspiel. Wichtiger als das Ergebnis ist das Comeback eines spanischen Neuzugangs nach langer Verletzung.

Es war der glanzvolle Abschluss eines langen Leidenswegs: Der lange verletzte Coke hat sich sein Debüt für den FC Schalke 04 mit einem persönlichen Erfolgserlebnis versüßt. 

Zwar verlor der Bundesligist das Benefizspiel beim Zweitligisten Hannover 96 mit 1:3 (0:1), doch Coke köpften den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Königsblauen. 

Der Spanier, der sich im Trainingslager im Sommer einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen hatte, führte seine Mannschaft zudem als Kapitän auf den Platz. 

Lob von Weinzierl

Entsprechend froh war Markus Weinzierl. "Er hat es sehr gut gemacht", lobte Schalkes Coach. "Er ist der Führungsspieler, den wir brauchen, und er ist auf einem sehr guten Weg."

Coke selber meinte trotz der Niederlage: "Heute werde ich glücklich und zufrieden ins Bett gehen."

Gelungener Einstand für Breitenreiter

Und noch einer durfte sich bei seinem Debüt freuen: Hannover-Trainer Andre Breitenreiter feierte seinen ersten Sieg mit den Niedersachsen.

Sein Team vergab nach den Toren von Niclas Füllkrug (13.), Edgar Prib (60.) und Artur Sobiech (70.) noch einige gute Möglichkeiten.

"Die Mannschaft ist absolut intakt, jetzt müssen wir an kleinen Stellschrauben drehen", meinte Breitenreiter, der 96 erst am Montag Daniel Stendel abgelöst hatte.

"Ich habe gute Ansätze gesehen. Das war ein Schritt in die richtige Richtung." 

Auch sein Gegenüber war trotz der Pleite nicht unzufrieden.

"Das Ergebnis ist mir dieses Mal nicht so wichtig. Heute standen andere Dinge im Vordergrund", sagte Weinzierl.

"Coke, Atsuto Uchida und Franco Di Santo haben nach ihren langen Verletzungspausen gezeigt, dass sie über 90 Minuten gehen können und in den kommenden Spielen wieder eine Alternative sind. Zudem haben wir vielen Jungs aus der Knappenschmiede eine Chance gegeben."

Flitzer sorgt für Stimmung

Unter den 6500 Zuschauern war auch ein Flitzer, der aber schnell von den Sicherheitskräften des Stadions überwältigt wurde. 

Sicherheitskräfte überwältigen einen Flitzer beim Spiel Hannover gegen Schalke © imago

Die Erlöse des Spiels kommen auf Initiative von Schalkes Hauptsponsor Gazprom einem sozialen Projekt in der niedersächsischen Landeshauptstadt zugute - der 96plus-Kampagne "PROjekt Bolzplatz".

96 hilft dabei der Stadt Hannover bei der umfangreichen Instandsetzung zahlreicher Fußballplätze im Hannoveraner Stadtgebiet. Prominente Paten der Partie waren Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah, der für beide Vereine spielte, sowie der TV-Comedian Oliver Pocher.

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