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Timo Werner muss mit RB Leipzig gegen Wolfsburg einen Rückschlag im Titelrennen verkraften © Getty Images

Leipzig - Der VfL Wolfsburg verschafft sich mit einem Sieg beim Tabellenzweiten Leipzig etwas Luft im Abstiegskampf. Bei einer irren Szene ist RB im Glück.

Der VfL Wolfsburg hat RB Leipzig in der Bundesliga den nächsten Dämpfer verpasst und unter Trainer Andries Jonker seinen ersten Sieg gefeiert.

Die Wölfe gewannen am 24. Spieltag dank eines Treffers von Nationalspieler Mario Gomez (9.) durchaus verdient mit 1:0 (1:0) und sammelten wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

"Das Spiel kommt mir entgegen. Wir haben uns in letzter Zeit schwergetan, ich hoffe, dass wir jetzt ins Rollen kommen", so der Torschütze bei Sky, dem Trainer Andries Jonker noch vor dem Spiel riet, "einfach im Strafraum zu lauern."

"Wir haben nicht gut begonnen und sind dem frühen Tor hinterhergerannt. Heute haben die 10 Extra-Prozent gefehlt", prangerte RB-Keeper Peter Gulacsi indes nach dem Spiel an.

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RB setzt Negativtrend fort

Der hochambitionierte Aufsteiger aus Leipzig setzte indes seine leichte Schwächephase fort, die nun schnellstmöglich analysiert werden soll: "Es war heute ein schwaches Spiel von uns. Wir hatten sogar noch Glück und werden das aufarbeiten müssen", so Marvin Compper bei Sky. (Die Statistiken des Spiels)

Trainer Ralph Hasenhüttl vermisste "die Schärfe" und sah eine verpasste Chance, "uns in der Tabelle weiter abzusetzen."

In der Vorwoche war RB in Augsburg nicht über ein 2:2 hinausgekommen, gegen Wolfsburg setzte es bereits die dritte Niederlage in der Rückrunde. Dennoch steht das Team von Hasenhüttl weiter auf Platz zwei. (Tabelle der Bundesliga)

Vor 42.558 Zuschauern in der ausverkauften Leipziger Arena fanden die Niedersachsen besser ins Spiel und gingen nach einer sehenswerten Kombination über Yunus Malli und Daniel Didavi durch Gomez in Führung.

Gomez' Mega-Serie unter Jonker

Der 31-Jährige blieb vor dem Tor eiskalt und setzte seine beeindruckende Serie fort: In jedem seiner sieben Spiele unter Trainer Jonker schoss der ehemalige Bayern-Stürmer mindestens ein Tor. 

Wolfsburg präsentierte sich ballsicher, ließ sich durch das diesmal nicht so starke RB-Pressing wenig beeindrucken und streute im Spiel nach vorne immer wieder lange Bälle ein.

Außerdem scheuten die robusten Gäste keinen Zweikampf und verschafften sich so Respekt. Vor der Pause gab es viermal Gelb, dreimal allerdings für Leipzig. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Auch Leipzigs zuletzt hochgelobter Mittelfeldspieler Naby Keita ließ sich von der Hitze des Gefechts anstecken, grätschte gegen Didavi nach, obwohl längst abgepfiffen war.

Rodriguez muss verletzt raus

Der unsichere Schiedsrichter Benjamin Brand (Bamberg) verwarnte den 22-Jährigen aus Guinea. Kurz vor der Pause verletzte sich Wolfsburgs Ricardo Rodriguez, für ihn kam Josuha Guilavogui.

Hasenhüttl brachte zur zweiten Halbzeit in Federico Palacios für Kapitän Dominik Kaiser einen weiteren Stürmer. Die Aktionen der Gastgeber wurden etwas zwingender, Timo Werner (49.) hatte die große Chance zum Ausgleich, zog aber aus 15 Metern knapp übers Tor. 

In der 53. Minute hätte es 2:0 für die Niedersachsen stehen müssen.

Zunächst traf Didavi den Pfosten und scheiterte dann an RB-Schlussmann Peter Gulacsi, der Nachschuss von Gomez knallte erst an den Pfosten, ehe Gulacsi eingriff. In der Folge entwickelte sich eine rasante Partie mit Chancen auf beiden Seiten.

Mit dem glücklicheren Ende für die Wölfe, die sich mit dem Sieg bei RB etwas Luft im Tabellenkeller verschaffen können.

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