Dortmund - Andre Schürrle kann sich nach seinem Doppelpack beim Quali-Spiel der DFB-Elf gegen Aserbaidschen einen Seitenhieb auf den BVB nicht verkneifen. Jetzt antworten die Bosse.

Nach Andre Schürrles kritischen Worten über seine Ersatzrolle in Dortmund melden sich nun die BVB-Bosse zu Wort. 

Der Nationalspieler hatte seine Gala-Vorstellung beim 4:1-Sieg gegen Aserbaidschan in der WM-Qualifikation mit der Rückendeckung von Joachim Löw erklärt.

"Ich fühle mich hier pudelwohl, der Trainer schenkt mir auch öffentlich das Vertrauen. Das kann ich ihm mit Leistung zurückzahlen", hatte der Stürmer geäußert. Über seine Situation bei der Borussia hatte der Edelreservist dagegen durch die Blume Kritik geübt.

"Wenn man wenig spielt, fehlt etwas das Vertrauen..." Ein klarer Seitenhieb gegen den BVB.

Ermutigung von Zorc

Im Klub hat man die Zwischentöne rausgehört, reagiert aber gelassen darauf und ermutigt den Stürmer:

"Wir haben in der Offensive einen sehr großen Konkurrenzkampf, aber dem stellt sich Andre", sagte Sportdirektor Michael Zorc der RevierSport.

"Wir haben ihn ja nicht nur für ein halbes Jahr verpflichtet und hoffen, dass ihm die Tore weiteres Selbstvertrauen geben, damit er auch bei uns weiter angreift."

Watzke: Fünf Top-Spieler für drei Positionen

Ähnlich äußert sich Hans-Joachim Watzke. "Andre würde von seiner Qualität her in fast jeder anderen Mannschaft der Welt von Anfang an spielen", sagte er der Bild.

"Mit Aubameyang, Pulisic, Reus und Dembele haben wir aktuell insgesamt aber fünf Top-Spieler für drei Positionen - da war es für Andre zuletzt nicht immer einfach. Das wird sich aber auch mal wieder ändern."

"Einfacher in der Nationalelf als beim BVB"

Der Geschäftsführer geht sogar noch weiter und sieht die Qualität der BVB-Offensive deutlich über der der DFB-Auswahl: "Grundsätzlich ist es einfacher, Einsatzzeiten bei der Nationalelf als etwa bei Bayern oder Dortmund zu bekommen."

Schürrle kam an den bisherigen 25 Bundesliga-Spieltagen 15 mal zum Einsatz, wobei er siebenmal ein- und dreimal ausgewechselt wurde.

Dabei kommt der mit 30 Millionen Euro teuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte erst auf zwei Tore - so viele wie am Sonntag gegen Aserbaidschan.

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