Der FC Bayern feiert derzeit einen Sieg nach dem anderen © Getty Images

Köln - Der FC Bayern lässt auch Köln keine Chance und schafft eine Vorentscheidung im Titelkampf. Der Blick geht auf einen anderen Wettbewerb. Ribery lobt Ancelotti.

Sachlich, dominant, eiskalt: Nach dem nächsten Schritt zur fünften Meisterschaft nacheinander richteten die Stars von Bayern München den Blick schon auf die kommenden Aufgaben.

"Natürlich wussten wir vom Ergebnis der Leipziger", sagte Franck Ribéry, der beim souveränen 3:0 (1:0) beim 1. FC Köln zum Endstand getroffen hatte: "Wir sind jetzt sieben Punkte vorne, das ist schön, und so wollen wir weitermachen. Wir haben die wichtigsten Monate der Saison vor uns."

Der Traum vom zweiten Triple nach 2013 lebt mehr denn je. In den nächsten Wochen soll der Weg der Münchner zu weiteren Titeln führen - der nie gefährdete Erfolg in Köln war da nur eine Durchgangsstation. (So., 11 Uhr im TV auf SPORT1: Bayern-Legende Lothar Matthäus zu Gast im Volkswagen Doppelpass)

Rotation macht sich nicht bemerkbar

So hatte Trainer Carlo Ancelotti seine Mannschaft im Vergleich zum 3:0 drei Tage zuvor gegen Schalke 04 im DFB-Pokal auf fünf Positionen verändert, zu einem Bruch im Spiel führte das aber überhaupt nicht. Neben Ribéry (90.) waren auch Javi Martinez (25.) und Juan Bernat (48.) erfolgreich.

Die Abwehrspieler erzielten beide ihre ersten Saisontreffer, damit haben sich bei den Münchnern nun 16 verschiedene Spieler in die Torschützenliste eingetragen. Das ist Bundesliga-Bestwert. Auch ein Zeichen, wie breit der Bayern-Kader aufgestellt ist.

Köln, das seine erste Heimniederlage seit elf Monaten kassierte, hatte nichts entgegenzusetzen. München (56 Punkte) hat die Verfolger um RB Leipzig (49) längst distanziert, der FC (33) hat als Siebter weiter Chancen auf Europa. (Die Tabelle der Bundesliga)

Ribery lobt Ancelotti

"Die Mannschaft funktioniert sehr gut im Moment. Wenn wir viele Titel gewinnen wollen, brauchen wir viele Spieler", meinte Ribéry. Schon am Dienstag (20.45 Uhr im LIVETICKER und im Fantalk im TV auf SPORT1) geht es in der Champions League beim FC Arsenal weiter, nach dem 5:1 im Hinspiel jedoch erscheint ein Weiterkommen nur noch als Formsache.

Daran, so Ribéry, trägt Ancelotti einen großen Anteil. "Wenn man alle drei, vier Tage spielt, muss man natürlich rotieren. Du brauchst mal etwas Zeit, um dich zu erholen", meinte der 33-Jährige: "Ancelotti macht das gut, ist locker und cool. Er gibt uns Vertrauen. Die Beziehung zwischen ihm und der Mannschaft ist super, wir lachen viel und arbeiten gut zusammen."

Bayern dominieren in allen Belangen

Das bekamen die Kölner gerade in der zweiten Halbzeit zu spüren. Nach der Pause ließen die Bayern keine einzige Torchance zu, dominierten Rhythmus und Tempo beinahe nach Belieben. 75 Prozent Ballbesitz und 20 Torschüsse sprachen letztlich eine eindeutige Sprache. Der Spanier Thiago hatte mit 149 Ballaktionen mehr als dreimal so viele wie Kölns Aktivster, Pawel Olkowski (45).

Trotz aller Dominanz fiel Ancelottis Fazit gewohnt nüchtern aus. "Wir hatten am Anfang des Spiels Probleme, weil der Gegner sehr gut organisiert war", sagte der Italiener: "Nach dem 1:0 haben sich dann aber mehr Räume geboten, und in der zweiten Halbzeit haben wir eine gute Leistung abgeliefert."

Zumindest etwas euphorischer war Ribéry, der nach seiner Verletzungspause immer besser in Form kommt. "Wenn ich mit der Mannschaft auf dem Platz stehe, freue ich mich und bin überglücklich", sagte er: "Es macht Spaß, das ist sehr wichtig für die ganze Saison."

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