Dortmund - Der BVB will gegen Wolfsburg wieder siegen - auch ohne die Südtribüne. Thomas Tuchel spricht über das Heimspiel und Pierre-Emerick Aubameyang. Die PK zum Nachlesen.

1:2 in Darmstadt, 0:1 in Lissabon - Borussia Dortmund braucht nach zwei Niederlagen in Folge dringend wieder ein Erfolgserlebnis.

Schießen sich die Schwarz-Gelben am Samstag gegen den VfL Wolfsburg (ab 15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) den Frust von der Seele?

Vor dem Heimspiel im Signal Iduna Park hat BVB-Trainer Thomas Tuchel auf der Pressekonferenz Rede und Antwort gestanden. Die wichtigsten Gesprächsthemen: Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang und die Sperrung der Südtribüne. 

SPORT1 hat die Tuchel-PK zum Nachlesen.

+++ Das war's +++

Die Pressekonferenz ist beendet und Tuchel verabschiedet sich einstweilen von den Journalisten.

+++ Ist der BVB in der Krise? +++

"Wenn ich die Mannschaft gegen Leipzig, Hertha, Darmstadt und Lissabon sehe, dann finde ich, dass wir drei herausragende Spiele gemacht haben. Wir würden uns natürlich mehr Ruhe wünschen, aber wir müssen versuchen, uns von der Berichterstattung frei zu machen. Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, in der man offen und ehrlich miteinander umgeht", sagt Tuchel.

+++ "Wollen ein Heimspiel daraus machen" +++

"Wir wollen ein typisches Heimspiel daraus machen, auch wenn nur 56.000 Zuschauer im Stadion sein werden."

+++ BVB-Coach bricht Lanze für Fans +++

"Wir sprechen von der gleichen Südtribüne, die gegen Mainz zusammen mit den gegnerischen Fans aus Respekt geschwiegen hat. Die, die von der UEFA kürzlich mit einem Fan-Award ausgezeichnet wurde. Meiner Meinung nach verbietet es sich, mit dem moralischen Finger auf die leere Südtribüne zu zeigen."

+++ Tuchel verteidigt Torjäger +++

"Er war sehr, sehr enttäuscht. Die Chancen waren da, er hätte drei Tore erzielen können. Es steht aber niemandem zu, mit dem Finger auf Auba zu zeigen. Das hat auch niemand gemacht. Wir haben ihn aufgefordert, nach Lissabon mit einem Lächeln zum Training zu kommen. Und er kam mit einem Lächeln."

+++ Aubameyang spielt +++

"Wir haben sehr lange überlegt, ob wir ihm gegen Darmstadt eine Pause geben. Er kam nicht topfit vom Afrika Cup zurück. Wir haben auch schon vor dem Spiel in Lissabon über 65, 70 Minuten geredet. Dieses Spiel verlief aber sehr unglücklich. Es ist aber sehr wichtig, dass Aubameyang morgen spielt und beginnt. Es wäre falsch, ihm jetzt eine Pause zu geben."

+++ Sokratis-Einsatz in der Schwebe +++

"Sokratis haben wir heute leicht krank nach Hause geschickt, sein Einsatz ist aber nicht ausgeschlossen", erklärt Tuchel. 

Außerdem sei Raphael Guerreiro am Vormittag behandelt worden. "Er wird morgen Vormittag nochmal testen", so der BVB-Coach.

+++ "Wir sind sehr traurig"

"Die Situation gab es noch nicht. Ich weiß auch nicht genau, was wir thematisieren sollten. Wir sind sehr traurig, dass es so ist und vor allem deshalb traurig, weil wir berechtigterweise das Gefühl haben, dass wir nichts gemacht haben, aber die Leidtragenden dieser Situation sind", meint Tuchel weiter.

+++ Das sagt Tuchel zur Tribünensperre +++

"Ich glaube schon, dass die Sperre der Südtribüne Einfluss auf das Spiel haben wird. Es ist schade, dass wir die Ersten sind, die diese Erfahrung machen."

+++ Los geht's +++

Tuchel ist pünktlich da und stellt sich den Fragen der Journalisten.

+++ Spielt Aubameyang? +++

Ein Gesprächsthema auf der PK wird mit Sicherheit auch Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang sein.

Lässt Tuchel den Gabuner nach dessen unglücklicher Vorstellung in der Champions League unter der Woche bei Benfica von Beginn an ran oder muss er schmoren?

Gut möglich, dass der zuletzt außen vor gelassene Andre Schürrle in die BVB-Startelf rückt - schließlich trifft der Nationalspieler auch auf seinen Ex-Klub. Und: Aubameyang ist laut Tuchel aufgrund des Afrika-Cups noch nicht in bester körperlicher Verfassung. 

+++ Polizei rüstet sich +++

Am 21. Spieltag wird die Südtribüne im Dortmunder Stadion wegen der Vorfälle am Rande der Partie gegen RB Leipzig gesperrt sein.

Das bedeutet: 25.000 Zuschauer weniger sind im Stadion - aber viele davon werden sich möglicherweise in der Stadt aufhalten. Kein normales Bundesligaspiel also. 

Die Dortmunder Polizei sieht sich für diese besondere Situation gerüstet.

Polizeisprecher Gunnar Wortmann sagte SPORT1: "Dieses Spiel gegen Wolfsburg wird jetzt natürlich von einem anderen Kräfteeinsatz begleitet. Normal ist es gegen Wolfsburg kein Risikospiel, es wird aber jetzt mit einem höheren Kräfteeinsatz begleitet. Denn wir wissen auch nicht genau, was passiert. So eine Situation hatten wir noch nicht. Wir müssen abwarten."

Wird das Spiel gegen Wolfsburg jetzt also intern wie ein Risikospiel behandelt? Wortmanns Antwort: "So ungefähr kann man das beurteilen, ja."

Der Polizeisprecher erklärte: "Wir sind auf jeden Fall vorbereitet. Es sind mehr Kräfte da, als wenn Dortmund sonst gegen Wolfsburg spielt."

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