Heribert Bruchhagen
Heribert Bruchhagen richtete auf der HSV-Mitgliederversammlung flammende Appelle an die Fans © Getty Images

Der neue HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen hält bei der Mitgliederversammlung eine leidenschaftliche Rede. Gegen das Image als Chaos-Klub wehrt er sich vehement.

Der neue Vorstandschef Heribert Bruchhagen (68) vom Hamburger SV hat die Fans des angeschlagenen Fußball-Bundesligisten auf einen langen Abstiegskampf eingeschworen.

"Wir sind in jeder Hinsicht in einer prekären Situation. Der Kampf um den Klassenerhalt wird intensiv", sagte Bruchhagen bei der Mitgliederversammlung des Vereins am Sonntag und rief nach den personellen Veränderungen der vergangenen Wochen zur Ruhe und Einheit auf.

"Alles hinten anstellen"

"Wir müssen alles hinten anstellen, damit unsere Mannschaft in Ruhe agieren kann", sagte Bruchhagen, der im Dezember den entlassenen Dietmar Beiersdorfer beerbt hat: "Wir brauchen keine Nebenkriegsschauplätze aus Eifersüchteleien oder Eitelkeiten."

Die zwei kommenden Spiele beim VfL Wolfsburg und gegen den FC Ingolstadt bezeichnete Bruchhagen als "Königsspiele". Der Klub werde "alles dafür tun, dass wir auch nächste Saison Bundesliga spielen. Aber wir müssen auf alles eingestellt sein - auch auf den Worst Case." Damit meint Bruchhagen den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte.

"HSV kein Chaos-Klub"

Bruchhagen widersprach vehement der öffentlichen Darstellung des HSV als Chaosklub. "Es gibt kein Chaos beim HSV, was man häufig liest. Dieser Verein funktioniert im Inneren großartig, er ist sehr gut strukturiert", sagte Bruchhagen, der bis zum Sommer Eintracht Frankfurt als Vorstandschef geführt hatte.

"Einzig die sportliche Situation ist nicht zufriedenstellend. Ich lasse es nicht zu, dass der HSV wegen fehlender sportlicher Leistung als Chaos-Klub dargestellt wird."

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