Der Ex-Sportvorstand der Königsblauen stuft einen Abgang in der Winterpause als verheerendes Zeichen ein. Seine Verkäufe von Julian Draxler und Leroy Sane verteidigt er.

Schalkes ehemaliger Manager Horst Heldt hat im Volkswagen Doppelpass deutliche Kritik an seinem Nachfolger Christian Heidel geübt.

Er nahm dabei den Transfer des 19-Jährigen Phil Neumann aufs Korn, der im Sommer zum FC Ingolstadt wechselt - für Heldt "alarmierend". Denn: "Dafür stand Schalke immer: einen jungen Spieler einzubauen. Ich finde, dass dadurch ein Stück weit die Identität verloren geht."

Der 47-Jährige führte aus: "Wenn ein junger Spieler keine Perspektive mehr bei Schalke sieht, finde ich das schade. Es war das Herzstück von Schalke, dass man Talente eingebaut hat."

Heldt preist Knappenschmiede

Schalkes Erfolg definiere sich auch durch die selbst ausgebildeten Spieler aus der Knappenschmiede: "Sie ist eine der besten Akademien, die es in Deutschland gibt. Wir haben viele Talente nach oben gebracht", erinnerte Heldt und reklamierte dies dadurch auch als sein Verdienst.

Heidel, seit Juni vergangenen Jahres im Amt, habe zudem finanziell bessere Voraussetzungen als er und keine Not, Spieler zu verkaufen. Heldt selbst ließ 2015 Julian Draxler für kolportierte 43 Millionen Euro zum VfL Wolfsburg und im Jahr darauf Leroy Sane für rund 50 Millionen zu Manchester City ziehen.

Sane und Draxler trugen zur Entschuldung bei

"Bei uns gab es 2010 einen klaren Auftrag. Wir hatten einen Schuldenstand von 215 Millionen Euro. Wir mussten den Verein entschulden", betonte Heldt.

Die Übergabe im Sommer habe reibungslos funktioniert: "Wir hatten uns mehrmals getroffen. Mit der Beendigung meiner Tätigkeit gab es aber keinen Kontakt mehr" - was Heldt auch nicht stört: "Er muss mich nicht anrufen. Ich komme zurecht."

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