Hellmut Krug ist beim DFB als Videochef abgesetzt worden
Hellmut Krug leitet die Testphase für den Videobeweis © Getty Images

DFL und DFB zeigen sich nach der ersten Testphase für den Videobeweis sehr zufrieden. Rund dreiviertel aller klaren Fehlentscheidungen hätten aufgeklärt werden können.

Die Bundesliga-Schiedsrichter sind bei der Testphase des Video-Assistenten nach eigener Einschätzung schon sehr weit. "Derzeit brauchen wir zumeist zwischen 10 und 40 Sekunden, um der Sache auf den Grund zu gehen. Wir sind mit diesem Stand sehr zufrieden", sagte der frühere FIFA-Referee und Projektleier Hellmut Krug am Montag bei einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main.

Aktuell wird das technische Hilfsmittel in einer "Offline"-Phase ohne Eingriff des Video-Assistenten in das Spielgeschehen getestet. In der nächste Spielzeit wird es dann ernst.

Auf der PK reagierte auch die DFB zufrieden auf die Tests. "Es gab 44 klare Fehleinschätzungen bis zur Winterpause, von denen die Video-Schiedsrichter 33 hätten aufklären können", sagte Ronny Zimmermann, der für die Referees zuständige Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes.

Nach den Vorgaben des International Football Association Board (IFAB) - den Regelhütern des Weltverbandes FIFA - sind ab der kommenden Saison grundsätzlich vier entscheidende Situation durch den Video-Assistenten überprüfbar: Tor, Elfmeter, Platzverweis und Spielerverwechslung bei Gelben und Roten Karte.

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