Schiedsrichter Christian Dingert zeigt Timothy Chandler von Frankfurt die Rote Karte
Schiedsrichter Christian Dingert zeigt Timothy Chandler von Frankfurt die Rote Karte © Getty Images

Die Bundesliga-Schiedsrichter sorgten in der Hinrunde für viele Diskussionen. Doch der negative Eindruck täuscht, wie eine Studie belegt.

Auch in dieser Saison sorgen die Entscheidungen der Schiedsrichter für reichlich Diskussionsstoff. Als negative Höhepunkte in der Hinrunde ragen sicherlich die Schwalbe von Leipzigs Timo Werrner gegen Schalke und der Auftritt von Christian Dingert in der Partie zwischen Frankfurt und Hoffenheim heraus.

Doch der subjektive Eindruck täuscht! Die Schiedsrichter pfeifen in dieser Saison viel besser als in der vergangenen – so sieht es eine Studie der Deutschen Sporthochschule in Köln. Demnach pfeifen Deutschlands Referees rund 35 Prozent besser als noch in der Saison 2015/16. 

In der Spielzeit 2015/16 leisteten sich die Schiris alle 2,1 Spiele einen schweren Fehler. In dieser Saison sank der Wert bis zur Winterpause auf nur noch 3,3 Spiele. In der vergangenen Saison leisteten sich die Schiris insgesammt 144 klare Fehler (unberechtigte Elfer, Abseitsentscheidungen, etc.). In der Hinrunde (bislang 16. Spieltage) der laufenden Spielzeit lagen die Schiedsrichter nur 44 Mal daneben.

Hochgerechnet auf die gesamte Saison würde das eine Fehlerquote von 93,5 bedeuten. Im Endergebnis bedeutet dies, dass die Referees um rund 35 Prozent besser pfeifen.

Über die Gründe darüber lässt sich allerdings nur spekulieren. Einer könnte der Wechsel an der Spitze der deutschen Schiedsrichter sein. Im Sommer löste Lutz Fröhlich Herbert Fandel als Schiri-Boss ab. Dieser gilt als umgänglicher Typ, geht viel auf die Schiedsrichter ein. "Mir ist wichtig, viel mit meinen Leuten zu reden. Ich habe immer ein offenes Ohr."

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