Nach der roten Karte im Spiel gegen Leipzig fehlt Sandro Wagner den Hoffenheimern in der Partie gegen Mainz 05
Die rote Karte für Sandro Wagner von Hoffenheim war eine entscheidende Aktion bei der Pleite © Getty Images

Leipzig - RB Leipzig dreht die Partie gegen 1899 Hoffenheim und bleibt am FC Bayern München dran - nachdem Stürmer Sandro Wagner die Sicherungen durchbrennen.

RB Leipzig hat Hoffenheims Serie von 17 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage beendet (TICKER zum Nachlesen)

Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl setzte sich im rassigen Spitzenspiel am Samstag gegen 1899 Hoffenheim mit 2:1 (1:1) durch und hat auf dem zweiten Tabellenplatz nun schon elf Punkte Vorsprung auf den Verfolger.

Auch der FC Bayern München (45) hat nur drei Punkte Vorsprung vor RB. Hoffenheim ist hinter Eintracht Frankfurt nur noch Vierter. (Tabelle der Bundesliga)

Nadiem Amiri brachte die Gäste in Führung (13.), Timo Werner glich für Leipzig aus (38.). Den Siegtreffer erzielte Marcel Sabietzer (77.) nachdem TSG-Stürmer Sandro Wagner Rot gesehen hatte (60.) (Ergebnisse und Spielplan).

Nagelsmann beschwert sich

TSG-Coach Julian Nagelsmann haderte mit dem Schiedsrichter auf Sky: "Okay, der Platzverweis geht in Ordnung. Aber wir hätten auch noch einen Handelfmeter kriegen müssen – ich will auch über die anderen Dinge mal lieber nicht so viel sagen."

Wagner nahm die Niederlage sportlich hin. "Grundsätzlich haben wir in der ersten Halbzeit gute Aktionen gehabt, aber Leipzig war auch stark. Von daher ist es nicht so, dass es unverdient war", sagte der Stürmer bei Sky.

Er beteuerte, dass das Ende der Serie niemanden belasten wird. "Wir haben heute gegen eine sehr gute Mannschaft verloren, das müssen wir akzeptieren", sagte Wagner. "Genauso, wie wir die nicht verlorenen Spiele akzeptiert haben, akzeptieren wir jetzt die Niederlage und sind weiter positiv."

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RB-Trainer Hasenhüttl zeigte sich zufrieden: "Mir hat die Art und Weise imponiert, wie wir uns auch vom Rückstand nicht vom Weg haben abbringen lassen. Das war ein Big Point gegen einen sehr, sehr guten Gegner. Meine Mannschaft hat taktisch sehr klug agiert, sehr variabel agiert."

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Traumkonter zur Führung

Die Leipziger starteten vor 39.633 Zuschauern gewohnt schwungvoll und aggressiv in die Partie. Schon in der vierten Minute hatte Shootingstar Naby Keita die große Chance zum 1:0, doch sein Schuss aus zehn Metern strich knapp am rechten Pfosten vorbei. Beim Kopfball von RB-Kapitän Willi Orban verhinderte Torhüter Oliver Baumann mit einer glänzenden Parade einen Rückstand für die Hoffenheimer.

Amiris Führungstreffer fiel nach einem traumhaften Konter, der von Sebastian Rudy eingeleitet wurde, nach einem starken Pass von Kerem Demirbay bei Amiri landete. Der 20-Jährige spielte einen feinen Doppelpass mit Andrej Kramaric, bevor er einschob. Kurz danach hatte Demirbay sogar das 2:0 auf dem Fuß.

Typischer Ausgleich durch RB

Die Leipziger zeigten sich vom Rückstand aber nur kurz beeindruckt, bereits in der 25. Minute hätte Yussuf Poulsen den Ausgleich erzielen müssen. Bei seinem verunglückten Schuss aus fünf Metern über das Tor zeigte der dänische Nationalspieler aber, warum er bis dahin erst ein Saisontor erzielte.

Besser machte es Poulsens Sturmpartner Werner, der nach einer typischen Aktion von RB Leipzig traf. Die Gastgeber setzten Hoffenheim am eigenen Strafraum gleich mehrfach giftig unter Druck.

Nach der Balleroberung von Naby Keita landete der Ball vor den Füßen von Werner, der souverän verwandelte. TSG-Angreifer Wagner war dagegen in der ersten Halbzeit kaum in Aktion, und die zweite Hälfte war für ihn frühzeitig beendet. Das sah auch Bundestrainer Joachim Löw, der auf der Tribüne saß.

Baumann rettet mehrfach

Das Spiel war nach dem Seitenwechsel weniger temporeich, beide Teams scheuten das letzte Risiko. Zudem schlichen sich auf beiden Seiten Unkonzentriertheiten im Spielaufbau ein. 

Nach der Roten Karte gegen Wagner (60.) nach einem Foul mit offener Sole gegen Stefan Ilsanker, erspielten die Leipziger sich immer mehr Großchancen. Doch Baumann parierte hervorragend gegen Werner (67.) und Poulsen (68.).

Erst Sabitzer überwand den Torhüter mit einem abgefälschten Schuss von kurz hinter der Strafraumgrenze.

Schreckmoment bei Hoffenheim

Für einen Schreckmoment sorgte Hoffenheims Innenverteidiger Kevin Vogt, der nach einem Zusammenprall mit seinem Torhüter Baumann benommen am Boden liegen blieb.

Der 25-Jährige spielt nach kurzer Behandlung weiter, wurde aber in der zweiten Hälfte durch Fabian Schär ersetzt. 

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