Gladbachs Kapitän Lars Stindl (l.) feiert seinen Doppelpack gegen Bayer Leverkusen © getty images

Leverkusen - Nach der ersten Hälfte liegt Borussia Mönchengladbach mit zwei Toren zurück, doch dann dreht das Team von Dieter Hecking auf - und beschert ihm seinen ersten Sieg.

Nach der irren Aufholjagd und dem 3:2-Sieg im Rheinderby bei Bayer Leverkusen verneigten sich die Spieler von Borussia Mönchengladbach vor ihrem neuen Trainer Dieter Hecking.

"Der Trainer hat uns den Glauben zurückgegeben und uns in Gesprächen positiv beeinflusst. Heute haben wir den Fußball gezeigt, für den wir stehen wollen", sagte Doppeltorschütze und Kapitän Lars Stindl bei Sky.

Christoph Kramer erklärte: "Dieter Hecking hat eine riesen Erfahrung und weiß, wie man mit Menschen und einer Mannschaft umgehen muss. Das merkt man und das ist sehr angenehm. Er hat einen großen Anteil daran, dass man in einem Spiel wie heute so zurückkommt."

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Stindl hofft auf "Wachrüttler"

Für Stindl könnte die Begegnung in Leverkusen "ein Wachrüttler" sein: "Man sieht, was möglich ist, was für eine Stimmung geherrscht hat und wie wir uns reingekämpft haben."

Stindl selbst mit seinem Doppelpack (52./58.) und Raffael (71.) drehten das Spiel, nachdem Bayer durch Jonathan Tah (31.) und Javier Chicharito Hernandez (34.) in Führung gegangen war. (Ticker zum Nachlesen).

Damit verschaffte sich die Borussia Luft im Abstiegskampf und holte unter Hecking nach dem torlosen Remis in Darmstadt vor Wochenfrist den ersten Auswärtssieg der Saison. (Ergebnisse und Spielplan).

Hecking lobt: "Unglaubliche Leistung"

Hecking lobte die Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte: "Ich habe gesagt, wir machen ein richtig gutes Spiel. Ich hatte schon in der ersten Halbzeit das Gefühl, dass wir etwas mitnehmen können. Die Art und Weise wie wir gespielt haben, da können wir sehr gut drauf aufbauen. Es war eine unglaubliche Leistung in der zweiten Halbzeit.

Dagegen waren die Leverkusener ernüchtert. "Es ist sehr bitter. Wir wollten in der zweiten Halbzeit eigentlich so weitermachen", sagte Bayer-Verteidiger Ömer Toprak: "Es ist eine schwierige Situation. Wir sind von unserem Weg abgekommen. Gladbach hat das ausgenutzt."

Auch Topraks Trainer Roger Schmidt sah die zweite Halbzeit als entscheidend. "Gladbach hat gemerkt, dass wir nicht so aus der Halbzeit gekommen sind, wie man das sollte", sagte der Bayer-Coach. "Durch die Tore hat der Gegner Aufwind bekommen und wir haben es nicht geschafft, die nötige Stabilität in unser Spiel zu bringen."

Kameramann durch Pyro verletzt

Mit einem Doppelschlag jeweils per Kopfball sorgten Tah und Chicharito Hernandez (34.) zunächst für eine 2:0-Führung der Werkskicker in Halbzeit eins (Tabelle der Bundesliga). Obwohl die Gladbacher schon in der ersten halben Stunde die bessere Mannschaft waren.

Nach dem 0:2-Rückstand zeigten die Borussen Moral und verdienten sich den Sieg.

Turbulent ging es auch vor dem Spiel zu. In beiden Fanblöcken wurden zahlreiche Böller und Pyrotechnik abgebrannt. Dabei wurde ein TV-Kameramann verletzt.

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