Darmstadt - Im Duell der beiden Neu-Trainer Torsten Frings und Dieter Hecking fallen keine Tore. Darmstadt bleibt damit Tabellenschlusslicht - und auch Gladbach kommt nicht unten raus.

Novize Torsten Frings hat mit Darmstadt 98 im Duell der neuen Trainer gegen Borussia Mönchengladbachs Coach Dieter Hecking einen eher schmeichelhaften Punktgewinn verbucht.

Beim Debüt von Ex-Nationalspieler Frings als Chef auf der Trainerbank kamen die Lilien am letzten Hinrundenspieltag trotz mäßiger Leistung zu einem 0:0 gegen den Europa-League-Teilnehmer. Damit stoppte das Tabellenschlusslicht zumindest die Horrorserie von zuletzt acht Niederlagen in Folge. (Ergebnisse und Spielplan)

Spielstatistiken zu Darmstadt - Gladbach © iM Football

Allerdings ist das Remis für die Gastgeber ebenso zu wenig wie für die weiterhin kriselnden Gladbacher. Darmstadt ist mit neun Punkten und mageren zwei Saisonsiegen weiter Letzter, die Borussia steckt als 14. mit 17 Zählern ebenfalls im Tabellenkeller fest.

Hecking setzt auf Viererkette

Die Gladbacher, die seit nunmehr acht Monaten kein Auswärtsspiel gewonnen haben, holten aus den letzten acht Spielen nur sechs Punkte. (Die Tabelle der Bundesliga)

Darmstadt-Präsident Rüdiger Fritsch am Sonntag ab 11 Uhr im Volkswagen Doppelpass LIVE im TV auf SPORT1

In seinem ersten Spiel als Cheftrainer konnte der vorherige Bremer Assistenzcoach Frings personell aus dem Vollen schöpfen. Einzig Routinier Peter Niemeyer und Winter-Neuzugang Sidney Sam, die unter der Woche pausiert hatten, nahmen vorsichtshalber zunächst auf der Bank Platz.

Bei Gladbach setzte Hecking anders als zuletzt sein Vorgänger André Schubert auf eine Viererkette, zog dafür Oscar Wendt auf die Position des Linksverteidigers zurück. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Bei knackigen Minusgraden hatten die Gäste im mit 17.400 Zuschauern ausverkauften Stadion am Böllenfalltor durch Jonas Hofmann (7.) die erste gute Torchance.

Hazard an den Pfosten

Zwei Minuten später verhinderte 98-Torwart Michael Esser mit einer Glanzparade gegen Raffael den frühen Rückstand für seine Mannschaft. Darmstadt beschränkte sich zunächst auf die Defensive und blieb auch bei seinen gelegentlichen Konterversuchen harmlos.

Frings verfolgte das Geschehen fast die ganze Zeit über am Spielfeldrand, dirigerte gestenreich die Defensive und trieb seine Schützlinge immer wieder an. Vom Rand seiner Coachingzone aus sah der 40-Jährige auch die erste gute Offensivaktion durch Marcel Heller (28.), dessen Flanke jedoch keinen Abnehmer fand.

Weil die Darmstädter die von ihrem Coach als Spieler vorgelebten Tugenden wie "Kämpfen, Kratzen, Beißen" beherzigten, ging es torlos in die Pause.

Im zweiten Durchgang gab Mönchengladbach durch Wendt (48.) erneut früh den ersten Warnschuss ab. Die Gäste blieben die aktivere Mannschaft, ohne dabei jedoch zu glänzen.

Dennoch beherrschten sie das Geschehen nun deutlich und hatten schließlich durch einen Pfostenschuss von Thorgan Hazard (66.) auch die bis dato beste Möglichkeit des Spiels. Darmstadt hingegen blieb viel zu passiv und bis auf einen Kopfball von Kapitän Aytac Sulu (76.) offensiv ungefährlich.

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