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Der Vorgänger und sein Nachfolger: Thomas Tuchel (links) beerbte Jürgen Klopp bei Mainz und in Dortmund © Getty Images

Borussia Dortmunds asketischer Trainer spricht offen wie selten über seine Schwächen in Sachen Ernährung. Bei Fast Food geht es Thomas Tuchel aber recht speziell an.

Thomas Tuchel gilt als besonders ehrgeiziger Vertreter des Trainergeschäfts. Der Coach von Borussia Dortmund strebt vieles an, aber ganz bestimmt nicht die Rolle eines Platzhalter für einen anderen Kollegen.

Aus diesem Grund sperrt sich Tuchel auch gegen jegliche Vergleiche mit seinem Vorgänger Jürgen Klopp. "Es gibt wenig Unfaireres, als mit Jürgen Klopp verglichen zu werden", sagte er am Rande des Trainingslagers in Marbella dem WDR Hörfunk.

Nach der Staffelübergabe bei Mainz 05 hat Tuchel Klopp in Dortmund bereits zum zweiten Mal als Trainer beerbt. Für ihn nicht immer eine dankbare Position.

"Das ist wahrscheinlich wie 'Wetten, dass..?' nach Thomas Gottschalk zu machen. Das kannst du machen, wie du willst - am Ende sagt jeder: 'Bei Gottschalk war es aber besser", sagte Tuchel. 

Wäre nicht die sportliche Perspektive gewesen, die besondere Konstellation mit Klopp hätte Tuchels Engagement beim BVB womöglich verhindern können.

"Das zählte eher zu den Gründen, die gegen ein Engagement beim BVB gesprochen haben", bekannte Tuchel. "Da kann Jürgen nichts für (...), welch große Bürde das mit sich bringt für jeden, der ihm nachfolgt."

In einem sehr persönlichen Interview offenbarte Tuchel im WDR zudem seine größten persönlichen Schwächen. 

Ritual: Champagner nach Siegen

"Nach Siegen bin ich anfällig für Schweinerein aller Art. Schokolade, Erdnüsse, Chips. Fast Food nur sehr selten. Da muss schon etwas Besonderes passiert sein", sagte er.

"Und es muss dunkel sein, sonst kriege ich Fast Food nicht runter", ergänzt Tuchel. "Ein Auswärtssieg in der Champions League. Eine späte Rückkehr. Dann geht Fast Food. Dabei habe ich sogar schon einen meiner Spieler getroffen."

Doch nicht nur mit seinen Aussagen über Fast Food verblüfft Tuchel, der sonst strikt auf sein Gewicht achtet und während seiner einjährigen Auszeit vor dem Wechsel zum BVB 2015 infolge einer Ernährungsumstellung viele Kilos abspeckte.

In Sachen Alkohol hat der Fußballehrer ebenso klare Vorstellungen - und sündigt hin und wieder: "Kein Bier, kein Wein – nach Siegen aber ein Glas Champagner", so Tuchel.

Und fügt an: "Das muss sein, mittlerweile als Ritual. Da haben wir in der letzten Saison mit angefangen, sonst hätten die Siege an Bedeutung verloren. Da haben wir festgelegt, dass wir immer eine Flasche Champagner aufmachen, Freunde einladen und anstoßen."

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