Borussia Dortmund v 1. FC Kaiserslautern  - Bundesliga
2011 spielte Ilkay Gündogan noch bei Borussia Dortmund. Im Hintergrund läuft die Werbung von Q-Cells über die Bande © Getty Images

Ein ehemaliger Sponsor fordert angeblich einen Millionenbetrag von Borussia Dortmund. Es geht um Existenzen in dem Unternehmen - der BVB sieht die Sache anders.

Borussia Dortmund droht Ärger mit einem Ex-Sponsor, das berichten die Ruhr Nachrichten. Im April 2012 war der Sponsoren-Vertrag mit der Solaranlagen-Firma Q-Cells nach nur einem Jahr beendet worden. Ursprünglich sollte die Partnerschaft fünf Jahre dauern.

Dem Bericht zufolge habe Q-Cells für die vorzeitige Vertragsauflösung 1,4 Millionen Euro an den BVB überwiesen – kurz darauf sei die Firma insolvent gegangen.

Der Insolvenzverwalter fordere diese Summe nun zurück. Der Grund: Die Borussia soll von der drohenden Insolvenz gewusst, das Geld aber dennoch genommen haben.

Die Parteien klären den Vorwurf vor dem Landgericht Dortmund. Auf SPORT1-Nachfrage wollte sich der BVB nicht äußern, da laufende Verfahren generell nicht kommentiert würden.

"Wir haben auch eine Verantwortung für Menschen dort"

Laut den Ruhr Nachrichten soll BVB-Finanzgeschäftsführer Thomas Treß die Anschuldigung vor Gericht zurückgewiesen haben. Mit einem so baldigen Insolvenzantrag von Q-Cells habe der BVB nicht rechnen können.

Außerdem habe der BVB der Vertragsauflösung zugestimmt, obwohl die Laufzeit noch fünf Jahre betragen hätte mit Ansprüchen auf etwa 5,9 Millionen Euro.

"In dem Unternehmen lief ein umfassendes Restrukturierungskonzept. Wir haben auch eine Verantwortung für die Menschen dort. Wir wollten verhindern, dass dieses Konzept scheitert", sagte Treß den Ruhr Nachrichten: "Sollten wir etwa schuld sein an einem möglichen Verlust von Hunderten Arbeitsplätzen? Ganz sicher nicht."

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