Beide nicht mehr in Amt und Würden: Ex-Scout Peer Jaekel und Ex-Geschäftsführer Thomas Eichin wurden bei 1860 München geschasst © dpa

1860 München steht Ärger ins Haus. Der geschasste Scout Peer Jaekel wehrt sich gegen seine Entlassung. Es geht um Machtmissbrauch und den Einfluss von Ismaiks Vertrautem.

1860 München und die Machtverhältnisse unter Hasan Ismaik: Übergeht der Löwen-Investor die Gremien des Klubs, um Angestellte loszuwerden?

Einen solchen Vorwurf hatte es bereits bei der Entlassung von Trainer Kosta Runjaic gegeben. Ein anderer früherer Angestellter wehrt sich jetzt gerichtlich gegen seinen Rausschmiss bei den Löwen. 

Wie der kicker berichtet, hat Ex-Scout Peer Jaekel eine Kündigungsschutzklage beim Amtsgericht München eingereicht. Das Gericht bestätigte den Eingang einer Klageschrift.

Die Machtverhältnisse bei den Löwen

Ein entsprechendes Verfahren könnte Einblick in die wahren Entscheidungsprozesse beim Fußball-Zweitligisten bringen. 

Bereits heute hält Ismaiks 60 Prozent Anteile an der KGaA und 49 Prozent der Stimmrechte. Hat sein enger Vertrauter, Geschäftsführer Anthony Power, Jaekel im Alleingang geschasst?

Wie der kicker schreibt, könnte auch diese Frage in einem Zivilverfahren zwischen Jaekel und 1860 geklärt werden. 

Ismaik selbst soll zuletzt laut Süddeutscher Zeitung ein 8,5 Millionen teures Darlehen in Genussscheine umgewandelt und sich dadurch noch mehr Einfluss verschafft haben. 

Kritiker werfen dem Investor vor, die in Deutschland geltende 50+1-Regel, wonach externe Investoren maximal 49,9 Prozent des Aktienpakets besitzen dürfen, zu umgehen. 

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