München - Der neue Trainer von Borussia Mönchengladbach gibt seinem neuen Verein ein Interview - und verrät indirekt, dass er lange wusste, dass er Andre Schubert beerbt.

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Dieter Hecking, der neue Trainer von Borussia Mönchengladbach, hat offenbar schon länger gewusst, dass er Andre Schubert beerbt.

In einem Interview mit dem Verein sprach der neue Coach über sein weiteres Vorgehen. "Ich werde jetzt natürlich tiefer in die Materie Borussia eintauchen, werde mir sicher das ein oder andere Spiel angucken, was gelaufen ist", sagte Hecking und verplapperte sich dann anscheinend: "Ich habe die letzen beiden Spiele schon ein bisschen genauer hingeguckt."

Wusste Hecking schon vor den beiden Partien gegen Augsburg (0:1) am Samstag und gegen den VfL Wolfsburg (1:2) am Dienstag, dass er Schuberts Nachfolger wird? Seine Aussage deutet darauf hin - und nach SPORT1-Informationen steht Hecking auch schon seit drei Wochen mit Gladbach in Kontakt.

Dass Schubert das Ruder bei der Borussia nicht mehr herumreißen würde, hatte sich da schon abgezeichnet.

Länger Kontakt zu Hecking

Es kam dennoch nie in Frage, dass Hecking vor der Winterpause bei Gladbach einsteigen würde, es ist seit Jahren sein Credo, nicht mitten in einer Serie einen neuen Klub zu übernehmen - sondern nur in der Winter- oder Sommerpause, so dass er einem Team in der Vorbereitung gleich seinen Stempel aufdrücken kann. Nicht ganz zufällig kamen auch seine letzten Engagements in Nürnberg (2009) und Wolfsburg (2012) jeweils kurz vor Weihnachten zustande, beide Male ebenfalls am 22. Dezember.

Eine Interimslösung zwischen Schubert und Hecking lehnte Gladbach nach SPORT1-Informationen ebenfalls ab. Der 45-Jährige wurde so de facto zur lahmen Ente.

Einen Tag nach der Niederlage gegen den VfL trennte sich Gladbach von Schubert, nur einen Tag danach wurde Hecking als neuer Chefcoach bestätigt.

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