Eintracht Frankfurt v Energie Cottbus - Bundesliga
Ein Bild aus gemeinsamen Eintracht-Zeiten: Benjamin Köhler jubelt an der Seite von Marco Russ. Beide haben den Krebs besiegt © Getty Images

Die beiden Profis sind von der tödlichen Krankheit geheilt. Beide gewähren bewegende Einblicke in ihre Leidenszeit.

Zwei Fußballer mit demselben Schicksalsschlag: Marco Russ von Eintracht Frankfurt und Benjamin Köhler von Union Berlin haben beide den Krebs besiegt.

Köhler steht inzwischen schon wieder auf dem Rasen, Russ arbeitet an seiner Rückkehr in den Profisport. 

In der Sport Bild haben die früheren Teamkollegen jetzt über ihre Leidenszeit gesprochen - und bewegende Momente geschildert. 

Der Moment, in dem der Sohn erfährt, dass der Papa Krebs hat(te)...

Benny Köhler wollte seine Kinder nach der schlimmen Diagnose zunächst nicht verunsichern: "Ich habe meinen Kindern nur gesagt, dass Papa Bauchschmerzen hat", erzählt der 36-Jährige. 

Eines Tages hat Sohn Dian dann durch einen Schulfreund von der Krankheit seines Vaters erfahren. "Dian hat erstmal total geweint, weil er nicht wusste, wie es mir geht. Ich habe es ihm erklärt", verrät Köhler.

Die Reaktion seines Sohnes: "Das war also nur eine Notlüge, Papa? Dann ist das okay für mich."

Die ersten sportlichen Betätigungen...

Marco Russ weiß noch genau, wie es ihm kurz nach der Krebsbehandlung ergangen ist.

Die ersten sportlichen Betätigungen sind geplagt gewesen von Qualen. "Nach drei Liegestützen bin ich komplett zusammengebrochen, nach fünf Minuten Laufen bei 6 km/h ist die Pumpe so angesprungen, dass es unglaublich war. Die Lunge hat gebrannt ohne Ende", sagt der frühere Eintracht-Kapitän der Sport Bild.

Die Angst vor der Rückkehr der Krankheit...

Köhler erinnert sich zurück an den letzten Urlaub mit seiner Frau in Italien.

Plötzlich hat er Schmerzen gespürt. "Ich habe mich eine Stunde am Boden gekrümmt und hatte auch Blut im Urin", sagt Köhler. "Natürlich hatte ich da Panik, dass der Krebs zurück sein könnte - denn genau so fing es 2015 auch an."

Zum Glück sind bei Köhler seinerzeit nur Nierensteine diagnostiziert worden. 

Die Belohnung für die Leidenszeit...

Wer sich nicht schon mal selbst mit einer so tückischen Krankheit auseinander gesetzt hat, der kann wohl nicht richtig nachempfinden, wie sich Benny Köhler gefühlt haben muss, als er zum ersten Mal wieder auf den Fußballplatz zurückgekehrt ist. 

"Das erste Training mit der Mannschaft, das erste Testspiel - du hechelst nur hinterher, aber du bist wieder dabei", erinnert sich Köhler an seinen Gänsehaut-Moment. "Es sind mehrere Etappen, die einen emotional total überwältigen. Sogar die Schmerzen fühlen sich geil an", sagt er. 

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