Bayern Muenchen v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga
Rudi Völler springt Hans-Joachim Watzke bei und warnt vor großer Hysterie bei den Trainerentlassungen © Getty Images

Bayer-Sportdirektor Rudi Völler hat die Trainerentlassungen in der Bundesliga kritisiert. "Ich finde es momentan etwas übertrieben und eine große Hysterie", meint Völler.

Nach dem Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat auch Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler die zahlreichen Trainerentlassungen in der Bundesliga kritisiert.

"Jeder muss das selbst entscheiden, jeder hat da seine Gründe. Aber ich finde es momentan etwas übertrieben und eine große Hysterie", sagte Völler: "Von den letzten sieben Klubs, die jetzt unten stehen und die alle ihre Trainer entlassen haben, werden definitiv zwei absteigen, vielleicht sogar drei. Und einige, die jetzt meinen, dass sie jetzt noch in die Europa League kommen, die werden es auch nicht schaffen."

Völler steht hinter Schmidt

Nach dem Leverkusener 1:1 im Derby beim 1. FC Köln zum Jahresausklang hinkt Bayer als Neunter den eigenen Ansprüchen weit hinterher - eine Diskussion um Trainer Roger Schmidt lässt Völler dennoch nicht zu.

"Ich und wir alle bei Bayer Leverkusen sind davon überzeugt, dass wir mit unserem Trainer in der Rückrunde erfolgreich sein können. Das muss nicht immer jedem gefallen, da muss auch nicht jeder applaudieren, aber es ist so. Trotzdem werden wir unseren Weg weitergehen - da gibt es gar keine Diskussion", sagte Völler.

"Das ist Wahnsinn!"

Zuvor hatte auch sein Dortmunder Kollege Watzke im Bezug auf die mittlerweile sieben Trainerentlassungen in der Bundesliga deutliche Worte gefunden. 

Perspektivisches Arbeiten sei nicht möglich, "wenn man ständig sein leitendes Personal austauscht.Das ist Wahnsinn! Man muss aufpassen, dass man nicht jegliches strukturelle Arbeiten schon im Vorhinein pulverisiert, indem man sich nach tagesaktuellen Eindrücken richtet", sagte Watzke den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

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