Mario Gomez nimmt für Wolfsburgs Tief einen "großen Teil der Schuld" auf sich. Rückendeckung gibt er dagegen seinem abgewanderten Kollegen Julian Draxler.

Mario Gomez spricht einem Interview ungewohnt offen über seine eigene Schuld an der desaströsen Hinrunde des VfL Wolfsburg.

"Hätten wir die ersten fünf Spiele der Saison für uns entschieden, würden wir jetzt über ganze andere Dinge reden", so Gomez in der Welt am Sonntag. "Aber da habe zum Beispiel auch ich viele gute Chancen vergeben. Weshalb ein großer Teil der Schuld für unser Abschneiden auch bei mir liegt."

Rückendeckung gibt der Nationalstürmer dagegen seinem Ex-Kollegen Julian Draxler, der in der Winterpause zum französichen Meister Paris Saint-Germain wechselte.

"Draxler kein Stinkstiefel"

Trotz der anhaltenden Transfergerüchte und Wechselabsichten gab der 23-Jährige laut Gomez immer alles für die Wölfe: "Julian war zu keiner Zeit ein Stinkstiefel, er hat immer und zu jeder Zeit alles gegeben. Er hatte den Wunsch, zu einem großen Verein zu wechseln und der VfL hat das respektiert."

Er bleibt bei seiner Meinung, dass jeder Spieler Wolfsburg verlassen kaönne, sobald er sich in der Autostadt nicht mehr wohl fühlt. Jedoch soll diese Aussage keine Spitze gegen irgendjemanden sein. "Ich habe im Sommer bei den Verhandlungen mit Wolfsburg auch denselben Wunsch geäußert, dass der Klub alles dafür tun soll, Spieler wie Julian Draxler und Luiz Gustavo, die super Angebote hatten, zu halten", so Gomez.

Ob sein eigener Weg über den kommenden Sommer hinaus in Wolfsburg bleibt, wollte Gomez nicht abschließend beantworten. "Natürlich kann ich mir den Verbleib vorstellen. Sonst hätte ich nicht für drei Jahre unterschrieben. Aber schon in Istanbul bin ich gut damit gefahren, nach einem Jahr mal ein Resümee ziehen zu können. Ich will im Moment leben und diesen auskosten. Ich bin wieder in der Bundesliga. Das genieße ich. Glauben Sie mir, ich fahre jeden Tag mit bester Laune zum Training und bin guten Mutes, dass wir die Kurve mit dem VfL wieder kriegen."

Weiterlesen