Jetzt ist das Aus für Dietmar Beiersdorfer endgültig besiegelt. Auch die Stelle des Sportchefs wird er nicht antreten. Offiziell endet seine Amtszeit am letzten Tag des Jahres.

Dietmar Beiersdorfer (53) verlässt den Hamburger SV zum Jahresende und wird damit 2017 nicht mehr als Sportdirektor für den Fußball-Bundesligisten arbeiten.

Das teilte der Verein am Mittwoch mit. Demnach habe Beiersdorfer in vertraulichen Gesprächen mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen signalisiert, dass er sich die Rolle als Sportdirektor aktuell nicht vorstellen könne.

Bruchhagen lobt Beiersdorfer

"Dietmar ist ein HSVer, auf den Verlass ist. Er hat sich in den vergangenen Tagen loyal verhalten, er hat seine operativen Arbeiten akribisch fortgesetzt und dafür gesorgt, dass wir gut vorbereitet in die nun beginnende Winterpause gehen", sagte Bruchhagen: "Wir werden die geordnete Übergabe aller Themen jetzt weiterführen und parallel natürlich auch die begonnenen Transferarbeiten fortsetzen."

Beiersdorfer war im Juli 2014 zum Vorstandsboss der HSV AG ernannt worden. Aufgrund der sportlichen Talfahrt wurde er seines Amtes enthoben und wird zum 31. Dezember den Verein verlassen. Zuletzt aber hatte es Spekulationen gegeben, wonach Beiersdorfer als Sportdirektor beim HSV weitermachen könne. 

"Die Trennung fällt mir wahnsinnig schwer. Trotzdem bin ich nach reiflicher Überlegung zum Entschluss gekommen, dass ich meine Tätigkeit hier in Kürze beenden werde", sagte Beiersdorfer. Der HSV brauche Klarheit und Verlässlichkeit in den Entscheidungen, damit die Verantwortlichen in Zukunft in Ruhe arbeiten können.

Seinen Klub sieht er nach zuletzt drei Siegen aus vier Partien auf einem guten Weg.

Suche nach Nachfolger beginnt

Bruchhagen kündigte an, die Suche nach einem neuen Sportdirektor mit sofortiger Wirkung zu beginnen. "Ich werde nun Gespräche mit potenziellen Kandidaten aufnehmen und mich erst wieder zu dem Thema äußern, wenn es einen neuen Stand gibt", sagte der 68-Jährige.

Im Mai hatte sich der HSV von Peter Knäbel getrennt, Beiersdorfer war seitdem Sportdirektor und Klubchef in Personalunion.

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