Bayern
Der FC Bayern wurde im Februar erpresst © Getty Images

Der auch als "Besenstiel-Räuber" bekannt gewordene Erpresser des FC Bayern muss für längere Zeit hinter Gittern. Eine entscheidende Rolle spielt ein Teppichmesser.

Im Prozess gegen den Erpresser des FC Bayern vor dem Landgericht München ist ein Urteil gefällt worden.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, muss der Angeklagte Harald Zirngibl für vier Jahre und zehn Monate ins Gefängnis.

Anwalt kündigt Revision an

In der Urteilsbegründung sah das Gericht den Tatbestand der versuchten schweren Erpressung als erwiesen an - auch weil der 64-Jährige bei der geplanten Geldübergabe ein Teppichmesser dabei hatte. Zirngibls Anwalt kündigte allerdings Revision gegen das Urteil an.

In der Faschingswoche ging beim Rekordmeister ein Schreiben ein, in dem eine Million Euro in Bargeld und zudem Diamanten im Wert von zwei Millionen Euro gefordert wurden, wie damals die Polizei SPORT1 bestätigte. Der Täter drohte demnach "mit allerlei Ideen", sprach von Drohnen und Bomben, die hochgehen könnten.

"Die Planung der Tat war schon sehr professionell, die Ausführung hingegen dilettantisch", sagte Richter Philipp Stoll am Dienstag.

Täter hat kriminelle Vergangenheit

1999 war Zirngibl, der als sogenannter "Besenstiel-Räuber" bekannt wurde, wegen 17-fachen Bankraubs zu dreizehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Zirngibl hatte 2011 sogar ein Buch über seine kriminelle Karriere veröffentlicht: "Ich war der Besenstiel-Bankräuber: Mein gescheiterter Traum".

"Besenstiel-Bankräuber" wurde er von den Medien genannt, weil er Geiseln einsperrte und die Tür mit einem Besenstiel blockierte.

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