München - Gladbach findet nach der Entlassung von Andre Schubert schnell einen Nachfolger. Dieter Hecking unterschreibt bei den Fohlen einen Dreijahres-Vertrag.

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Borussia Mönchengladbach hat nach der Entlassung von Andre Schubert schnell einen neuen Trainer gefunden.

Wie SPORT1 aus sicherer Quelle erfuhr, wird Dieter Hecking die Stelle antreten. Demnach einiget sich Gladbachs Sportdirektor Max Eberl mit dem früheren Coach des VfL Wolfsburg auf einen Vertrag bis 2019.

Am Mittwoch wurde Schubert entlassen, nachdem die Borussia das Heimspiel tags zuvor gegen die Wölfe 1:2 verloren hatte. Eine neuerliche Interimslösung wie 2015 bei Schubert wollte Eberl nicht mehr.

Der 52-jährige Hecking hat eine Gladbacher Vergangenheit, er trug als Profi von 1983 bis 1985 das Trikot der Borussia.

Schuberts Kredit aufgebraucht

Schuberts Kredit durch seinen Start in der vergangenen Saison mit sechs Siegen in Folge war längst aufgebraucht.

Nach dem Rücktritt von Lucien Favre im September 2015 hatte er den Job übernommen und die Borussia vom letzten Platz in die Champions League geführt.

Zuletzt aber holten seine Fohlen kaum mehr Punkte und ließen auch spielerisch merklich nach. Spätestens nach der unglücklichen Derby-Niederlage gegen den 1. FC Köln war die Mannschaft verunsichert. "Es tut mir persönlich sehr leid, auch für die Fans. Ich bin sehr enttäuscht", sagte Schubert am Dienstagabend. Tags darauf wandte er sich in einer Videobotschaft noch einmal direkt an die Fans. 

Trennung im Guten

"Wir haben in den letzten Tagen viele Gespräche geführt, unsere sportliche Entwicklung analysiert und diskutiert und sind gemeinsam mit Andre zu dem Ergebnis gekommen, dass es für beide Seiten besser ist, unsere Zusammenarbeit jetzt zu beenden", äußerte sich Eberl auf der Klub-Website.

Überraschend kam der Rauswurf für die Spieler offenbar nicht. "Es lag ein bisschen in der Luft, dass es schwierig wird für den Trainer und die gesamte Mannschaft", sagte Ibrahim Traore.

"Es tut mir leid. In so einer Situation ist der Trainer immer der Erste, der gehen muss. Er ist nicht allein schuld, wir Spieler sind auch schuld, weil wir nicht den Fußball gespielt haben, den wir spielen können und spielen sollten normalerweise."

Offenbar erfolgt die Trennung im Guten, spricht Schubert doch von "einer großartige Zeit mit tollen Menschen".

Ein "neuer Impuls von außen" könne die richtige Maßnahme für den Klub sein, sagte der 45-Jährige.

"Wir haben alle den Kappes auf"

Leicht wird es für den neuen Trainer nicht, in der Rückrunde geht es für die Borussia in erster Linie um den Klassenerhalt.

"Wir sind in einer Situation, in die wir nicht wollten. Wir müssen der Realität ins Auge schauen und die Dinge im Winter analysieren", so Kapitän Lars Stindl.

Eberl hatte schon zuvor angekündigt, im Winter auf dem Transfermarkt tätig zu werden, um "der Mannschaft ein Stück Rückhalt zu geben". Zusammen mit Hecking wird er nun den Markt sondieren.

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