Torsten Frings wird als neuer Trainer bei Darmstadt 98 vorgestellt und erklärt seinen Plan. Mit seinem Spitznamen "Lutscher" will er nicht gerufen werden.

Torsten Frings ist zurück in der Bundesliga.

Nach dem Aus als Co-Trainer bei Werder Bremen im September ist der Ex-Nationalspieler nun Chefcoach beim Tabellenletzten Darmstadt 98.

In der Antritts-Pressekonferenz erklärte der 40-Jährige seine Ziele bei den "Lilien" und wie er den Klassenerhalt noch schaffen will. Präsident Rüdiger Fritsch begründete die Entscheidung für Frings.

Der neue Trainer erklärte zudem, dass er seinen Spitznamen "Lutscher" nicht leiden kann.

Die Pressekonferenz zum Nachlesen:

+++ Frings über seinen Spitznamen "Lutscher" +++

"Ich mag ihn überhaupt nicht. Er stammt aus meiner Zeit als junger Profi bei Werder Bremen. Ich habe Andi Herzog, den Topstar damals, so genannt. Er hat das umgedreht und mich dann immer so gerufen. Das hat sich dann verselbstständigt. Es wäre mir lieb, wenn man das hier nicht zu mir sagen würde." (lacht)

+++ Frings über spielerische Elemente +++

"Sie müssen sich keine Sorgen machen. Wir werden auch mit dem Ball trainieren. Wir werden nicht nur grätschen. Wir müssen aber erst einmal eine Basis schaffen. Wenn es hinten nicht funktioniert, ist jeder ein Stück weit gehemmt."

+++ Frings über Teamgeist +++

"Alle sind heiß, es noch besser zu machen. Alle wollen die Tugenden wie Teamgeist und Einsatzwille wieder aufleben lassen. Für mich ist wichtig, dass wir an den Klassenerhalt glauben. Wenn ich sehe, dass jemand nicht mitzieht, wird er gnadenlos von mir aussortiert."

+++ Frings über seine Philosophie +++

"Ich hatte überragende Trainer, die grundverschieden waren. Ich konnte mir bei jedem etwas abschauen. Ich möchte ein Trainer sein, mit dem die Mannschaft mal flachsen kann, ohne dass sie Angst hat, eine Runde laufen zu müssen. Wenn die Mannschaft Vertrauen hat, geht sie für einen durchs Feuer. Natürlich weiß ich, dass wir eine Leistungsgesellschaft sind. Da muss man auch harte Entscheidungen treffen."

+++ Fritsch über andere Trainerkandidaten +++

"Wir haben uns im Vorfeld Gedanken gemacht. Wer wem wann wo abgesagt hat, haben wir hier nicht mehr zu bewerten. Wir werden zu solchen Dingen nichts sagen. Aber wir haben uns mit verschiedenen Konzepten und Personalien befasst. Am Schluss hatten wir eine Shortlist mit wenigen Kandidaten. Das waren dann alles Wunschkandidaten."

+++ Frings über mögliche Neuzugänge +++

"Wir sind ganz offen und gucken uns alles an. Wenn die Möglichkeit da ist, uns zu verstärken, wird der Vorstand alle Hebel in Bewegung setzen. Aber ich gebe jedem Spieler die Chance, sich zu zeigen und zu beweisen. Ich denke schon, dass der Kader bundesligatauglich ist. Aber wir werden alles genau analysieren."

+++ Frings über die Mentalität der Mannschaft +++

"In den letzten drei Spielen war ein Aufwärtstrend zu erkennen. Aber mich interessiert die Vergangenheit nicht. Ich will in die Zukunft schauen."

+++ Frings über den Abstiegskampf +++

"Ich glaube hundertprozentig an den Klassenerhalt. Solange es möglich ist, werden wir alles dafür tun, in Liga eins zu bleiben. Wir müssen wieder eine Einheit werden, ein Team werden."

+++ Frings über seine Entscheidung für Darmstadt +++

"Ich hatte in den letzten drei Monaten schon die ein oder andere Anfrage. Aber bei diesem Angebot hatte ich einfach Bock. Ich hatte gleich das Gefühl, dass Darmstadt zu mir passt. Ich selbst war als Spieler einer, der über den Kampf kam."

+++ Frings über seine neue Aufgabe +++

"Für mich ist es eine Riesenchance. Ich bin dankbar für das Vertrauen. Ich weiß, es ist eine große Aufgabe. Ich bin mir sicher, dass wir ab dem ersten Spieltag wieder eine andere Mannschaft auf den Platz bringen. Für mich war wichtig, dass man auch perspektivisch ist. Ich soll hier nicht als Feuerwehrmann kommen, sondern helfen, etwas aufzubauen."

+++ Fritsch über das Anforderungsprofil +++

"Wir sitzen hier mit der größten Entschlossenheit und Motivation, Darmstadt 98 weiter zu bringen. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir drei Spiele mit den Interimstrainern bestreiten werden. Unser Anspruchsprofil war: Wir haben jemanden gesucht, der den Blick nach oben richtet. Jemand ,der den Posten nicht nur als Job versteht, sondern als Chance. Einen der Lust hat, uns weiterzuentwickeln. Wille, Leidenschaft und Motivation war uns wichtig. Und die Spielphilosophie mit Blick auf unseren Kader. Wir haben mit Torsten Frings einen Vertrag bis 2018 geschlossen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit."

+++ Los geht's! +++

Torsten Frings und Darmstadt-Präsident Rüdiger Fritsch nehmen auf dem Podium Platz. Die Pressekonferenz beginnt.

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