TSG 1899 Hoffenheim v Werder Bremen - Bundesliga
Serge Gnabry trifft in der Schlussphase zum Ausgleich für die Bremer © Getty Images

Sinsheim - Die TSG Hoffenheim bleibt als einziges Team der Bundesliga weiter ungeschlagen. Gegen Werder Bremen fangen sich die Kraichgauer jedoch einen späten Ausgleich ein.

Nur unentschieden, aber dennoch unbesiegt unterm Weihnachtsbaum: 1899 Hoffenheim ist beim Bundesliga-Jahresabschluss nicht über ein 1:1 (1:0) gegen Werder Bremen hinausgekommen, bleibt damit dennoch die einzig ungeschlagene Mannschaft im deutschen Profifußball (Tabelle der Bundesliga).

Hoffenheim hatte mehr Ballbesitz, Bremen gewann aber die Mehrzahl der Zweikämpfe © SPORT1/iM football

Sandro Wagner (26.) hatte Hoffenheim von einem Sieg träumen lassen, doch Serge Gnabry (87.) erzielte kurz vor dem Ende den Ausgleich. Alle fünf bisherigen Klubs, die nach 16 Spieltagen ohne Niederlage waren, landeten am Saisonende unter den besten Vier - vier davon wurden sogar Meister (TICKER in der Nachlese).

Wagner: "Haben Punkte verschenkt"

"Immer dasselbe, immer noch ungeschlagen", sagte Mehrheitseigner Dietmar Hopp. Allerdings hat die TSG bereits elf Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München.

"Wir haben heute definitiv zwei Punkte verschenkt, wir hatten genug Konterchancen, das 2:0 zu machen", sagte Wagner nach dem Spiel bei Sky: "Es ist bitter, so kurz vor Weihnachten noch so ein Spiel aus der Hand zu geben, aber wenn du vorne die Chancen nicht machst, dann kriegst du halt einen gegen Werder."

TSG bestimmt das Geschehen

In den Tagen vor der Partie hatten Wechselgerüchte um die Nationalspieler Sebastian Rudy und Niklas Süle für Unruhe bei den Hoffenheimern gesorgt. Mittelfeldspieler Rudy, der gegen Werder eine Gelbsperre absitzen musste, und Süle sollen angeblich im Sommer zu Rekordmeister Bayern München wechseln.

Trotz der Spekulationen bestimmten die Gastgeber vor 29.076 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena in der Anfangsphase das Geschehen. Die Bremer, die ohne Kapitän Clemens Fritz (Rückenprobleme) auskommen mussten, beschränkten sich weitgehend auf Defensivarbeit.

Rudy fehlt Hoffenheim

Torchancen erarbeiteten sich die Kraichgauer aber trotz ihrer Feldüberlegenheit zunächst nicht. Im Gegenteil: Ein Querschläger von TSG-Angreifer Mark Uth landete auf der Latte des eigenen Tores (13.).

Auch im Anschluss stand die Bremer Abwehr gut. Mitte der ersten Hälfte wurden die Gäste auch in der Offensive stärker. Zudem hatten die Hoffenheimer ohne ihren Chefstrategen Rudy große Probleme im Spielaufbau (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga).

Dennoch reichte es zur TSG-Führung, weil Wagner nach einer Flanke von Kerem Demirbay wieder einmal seinen Torriecher unter Beweis stellte. Es war das neunte Saisontor des Stürmers, dem Bundestrainer Joachim Löw zuletzt Hoffnung auf eine Berufung in die Nationalmannschaft gemacht hatte.

In der 34. Minute nutzte Süle die große Chance auf den zweiten Treffer nicht. In dieser Phase vor der Pause verdiente sich Hoffenheim die Führung.

Gnabry trifft spät

Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber auf den zweiten Treffer. Nach einer knappen Stunde konnten sich die Bremer etwas befreien, der eingewechselte Finn Bartels sorgte mit einem Distanzschuss für ein wenig Gefahr (59.). Auf der Gegenseiten vergaben Jerey Toljan und Nadiem Amiri innerhalb weniger Sekunden zweimal die Chance zum 2:0 (65.).

Da die Bremer ihre Abwehr immer mehr entblößten, eröffneten sich sich für die Kraichgauer im Anschluss zahlreiche Konterchancen. Nutzen konnten die Gastgeber diese Einladungen zunächst nicht. Deshalb blieb die Begegnung bis in die Schlussphase spannend und Gnabry traf zum Ausgleich.

"Wir sind weit davon entfernt, zu sagen, dass wir uns jetzt aus dem Abstiegskampf verabschiedet haben", warnte Max Kruse bei Sky dennoch. "Mit Dortmund und Bayern haben wir gleich zwei richtige Kracher zum Auftakt in die Rückrunde."

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