Boateng, Aubameyang, Schröder: Drei Stars, die mit der 17 auflaufen (SPORT1-Grafik Philipp Heinemann) © Getty Images / Imago

München - Jerome Boateng, Pierre-Emerick Aubameyang und Dennis Schröder haben nicht nur die Trikotnummer 17 gemeinsam. SPORT1 zeigt, warum 2017 ein besonderes Jahr für das 17er-Trio ist.

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Für die einen hat sich nur das Datum geändert, andere starten voller Vorfreude und Motivation ins Jahr 2017. Dieser Grundsatz gilt für drei Sportler, die beim Erreichen ihrer Ziele auch auf ihre Trikotnummer setzen.

Denn Jerome Boateng, Pierre-Emerick Aubameyang und Dennis Schröder tragen allesamt die 17 auf dem Rücken – und stehen vor einem wegweisenden Jahr. Das Trio verbindet neben der unbestrittenen sportlichen Qualität auch Auffälligkeiten abseits des Feldes.

Boateng: Triple-Jagd nach Fokus-Disput

Jerome Boateng wird das vergangene Jahr nicht in allerbester Erinnerung behalten. Eine Muskelverletzung setzte ihn in der entscheidenden Saisonphase für einige Wochen außer Gefecht. Bei der EM verursachte er gegen Italien einen Handelfmeter und musste beim Aus gegen Frankreich verletzt ausgewechselt werden. Diese Blessur wiederum verhinderte sein Mitwirken zum Saisonstart.

Zuletzt kam dann die Debatte um Boatengs fehlenden Fokus hinzu. Der Innenverteidiger war von Karl-Heinz Rummenigge abgewatscht worden, was er wiederum nicht auf sich sitzen ließ. Schröder hatte sich auf die Seite seines Kumpels gestellt und mehr Unterstützung gefordert.  

2017 kann und sollte Boateng wieder sportliche Schlagzeilen liefern. Denn mit den Bayern startet der Weltmeister einen erneuten Angriff auf das Triple. Trotz der Verstärkung von Mats Hummels ist das Erreichen dieses Ziels nur mit einem fitten, fokussierten und fulminanten Boateng möglich.

Aubameyang: Titel oder Abflug?

Auch Pierre-Emerick Aubameyang schien der Fokus zwischenzeitlich etwas abhanden gekommen zu sein. Vor der Champions-League-Partie von Borussia Dortmund gegen Sporting Lissabon war der Stürmerstar nach Mailand gejettet – und hatte sich daraufhin eine Suspendierung für das Königsklassen-Spiel eingehandelt. Ansonsten zeigte Aubameyang aber seine gewohnte sportliche Brillanz neben optischer Extravaganz.

2017 wird für den Gabuner ein wichtiges Jahr. Zunächst will er mit dem Nationalteam als Gastgeber beim Afrika-Cup (14. Januar bis 5. Februar 2017) für eine Überraschung sorgen. In der Bundesliga winkt aus persönlicher Sicht die Torjägerkrone, mit dem BVB soll der erste Titel herausspringen – ob in der Liga, dem DFB-Pokal oder gar der Königsklasse.

Auch die Dortmunder stehen unter Druck, sonst gehen die Argumente für einen Verbleib Aubameyangs aus. Aubameyang könnte zwar durchstarten, aber möglicherweise nach Madrid. Und nicht zum Shoppen, sondern um bei Real zu spielen.

Schröder: Startschuss zum Star

Dennis Schröder hat zu beiden Fußballern eine Verbindung. Zu Boateng pflegt er eine Freundschaft, mit Aubameyang lieferte er sich Frisur-Battles.

Die aktuelle Saison ist für den deutschen Star die wohl bisher wichtigste. Dem Spielmacher wurden im Sommer die Schlüssel der Atlanta Hawks in die Hand gegeben. Zusätzlich zu diesem Vertrauensbeweis unterzeichnete Schröder in Atlanta im Oktober einen 70 Millionen Dollar schweren Vertrag über vier Jahre.

Bis zum Jahreswechsel hat Schröder das in ihn gesetzte Vertrauen durchaus gerechtfertigt. 17,5 Punkte und 6,2 Assists erzielt Schröder bislang im Schnitt und steigerte sich dabei von Monat zu Monat. Waren es im Oktober noch 14 Punkte pro Partie, stieg dieser Wert auf 20,4 im Dezember. Vor allem die oft kritisierte Wurfquote war im vergangenen Monat mit 51 Prozent erstklassig.

Nun gilt es, an diese Leistungen 2017 anzuknüpfen und gleichzeitig Teamerfolg herbeizuführen. Denn dieser geriet nach erstklassigem Saisonstart etwas ins Wanken. Schröder muss sich in möglichst mehreren Playoffrunden beweisen, damit das Jahr 2017 zum Erfolg wird.

Im September will der 23-Jährige dann noch die letzten Kritiker in Deutschland von sich überzeugen. Denn im Spätsommer steigt die Europameisterschaft – und Schröder kehrt nach der Pause im vergangenen Sommer ins DBB-Team zurück.

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