Thiago und Alonso
Die Bayern-Stars Thiago (l.) und Xabi Alonso trafen beim Sieg im Spitzenspiel © Getty Images

Carlo Ancelotti sieht die Handy-Nutzung der heutigen Spielergeneration kritisch - und passt seine Arbeit mit den Bayern-Profis entsprechend an.

Carlo Ancelotti beobachtet die die intensive Nutzung des Mobiltelefons der heutigen Spielergeneration mit Sorge.

"Jetzt wird fast nur noch beim gemeinsamen Essen geredet", sagte der Trainer des FC Bayern München im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Die sozialen Netzwerke seien inzwischen wichtiger als die Mitspieler, ergänzte Ancelotti.

Dieses "Phänomen, das ich die Einsamkeit des Smartphones nenne" sei auch der Grund dafür, warum er seine Spieler vor Heimspielen nicht regelmäßig im Mannschaftshotel zusammenruft.

"Deshalb vermeide ich inzwischen längere Trainingslager oder Klausureinheiten. Wenn die Spieler zu Hause sind, müssen sie mit ihren Frauen und Kindern reden. In Klausur hängen manche drei Stunden am Bildschirm", sagte Ancelotti.

Ancelotti erklärt Führungsstil

Zugleich widersprach der Italiener der Kritik an seinem angeblich zu nachlässigen Führungsstil.

"Es stimmt, ich möchte ein gutes Verhältnis zu meinen Spielern haben. Viele verwechseln das mit Nachgiebigkeit - das ist aber nicht ganz richtig", erklärte Ancelotti. "Disziplin, Einhaltung von Regeln und Respekt sind mir wichtig. Ich bin da nicht obsessiv, aber durchaus durchsetzungsfähig."

Er versuche ansonsten auf Augenhöhe mit allen zu reden und allen zuzuhören.

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