Letzte Saison noch Gegner: Nun sind Pisot (l.) und Mehlem (r.) Teamkollegen in Karlsruhe © Imago

Die 3. Liga legt wieder los. Absteiger Karlsruher SC startet mit starker Offensive durch und eröffnet die neue Spielzeit. SPORT1 hat alle Fakten zum Start.

Am heutigen Freitag eröffnet Absteiger Karlsruher SC die zehnte Saison der 3. Liga mit dem Heimspiel gegen den VfL Osnabrück.       

Die Badener gelten als Topfavorit auf den direkten Wiederaufstieg. Für Spannung ist auf jeden Fall nicht nur bei der Auftakt-Partie (20.30 Uhr im LIVETICKER) gesorgt, die neue 3. Liga ist wieder einen Tick interessanter als in der vergangenen Saison.

Wie schon in der Vorsaison kämpfen 20 Teams um Punkte. 

SPORT1 beantwortet alle relevanten Fragen vorab:

Wer sind die Favoriten?    

Vor allem der KSC wird von den Trainern der Drittliga-Teams als erster Anwärter auf den Wiederaufstieg in Liga zwei gehandelt. Zugänge wie der zweitligaerfahrene Kai Bülow (kam von 1860 München), Dominik Stroh-Engel (Darmstadt 98) und der erfolgreichste Torjäger der Drittliga-Historie, Anton Fink (Chemnitzer FC), sind der Grund für die neue Euphorie im Wildpark.

In 250 Einsätzen in der 3.Liga erzielte Fink 113 Tore und somit mehr als jeder andere in der Liga. In der Saison 2016/17 gelangen ihm 12 Tore und elf Assists. 

Hinter dem KSC folgen im Favoritenkreis mit den Würzburger Kickers ein weiterer Zweitliga-Absteiger sowie der 1. FC Magdeburg, der Europapokalsieger der Pokalsieger von 1974.        

Wer ist neu in der 3. Liga?    

Carl Zeiss Jena hat nach fünf Jahren die Rückkehr in den bezahlten Fußball geschafft. Der SV Meppen musste darauf sogar 19 Jahre warten. Dritter Aufsteiger ist die SpVgg Unterhaching, die von 1999 bis 2001 sogar in der Bundesliga spielte. Nach zwei Jahren sind die Münchner Vorstädter wieder in der 3. Liga vertreten.        

Was ist mit Zweitliga-Absteiger 1860 München passiert?    

Die Löwen erhielten keine Lizenz und müssen in der Regionalliga Bayern antreten. Der Streit zwischen Verein und Investor Hasan Ismaik machte wochenlang Schlagzeilen. Gerade noch rechtzeitig vor dem Saison-Auftakt wurde die drohende Insolvenz abgewendet.        

Was ist mit Drittliga-Absteiger SC Paderborn passiert?    

Die Ostwestfalen waren Nutznießer des Absturzes der Münchner Löwen in die Regionalliga Bayern und dürfen weiterhin in der 3. Liga spielen.

"Wir sind mit zwei blauen Augen und einem Kieferbruch in der Liga geblieben. Wir haben richtig Schwein gehabt", sagte SCP-Geschäftsführer Markus Krösche dem Reviersport.        

Wer überträgt die Spiele in der 3. Liga?    

Alle 380 Spiele werden von der Deutschen Telekom übertragen. Das Bonner Telekommunikations-Unternehmen wird die Spiele in Deutschland in ihrem Fernsehangebot EntertainTV zeigen.

Auch über PC/Laptop, Smart-TV und verschiedene Streamingdienste sowie mobil über Tablet und Smartphone werden die Partien zu sehen sein. Die ARD und ihre dritten Programme werden in der kommenden Saison bis zu 120 Spiele live produzieren und übertragen.

Die Sportschau wird unverändert an den Samstagen zwischen 18.00 Uhr und 18.30 Uhr die Höhepunkte von drei bis vier Topbegegnungen des jeweiligen Spieltags zeigen.        

Sind die Klubs mit den Geldern zufrieden, die von Verbandsseite an die Drittligisten gehen?    

Mitnichten! Die 14 Millionen seien zu wenig, kritisieren etliche. Unterhachings Ex-Präsident Engelbert Kupka malte deshalb ein düsteres Bild der dritthöchsten Spielklasse. Die 3. Liga sei "mittendrin im Desaster."  

"Es wird vieles kaschiert, manche verkaufen etwa ihre Rasenheizungen, das muss man sich mal vorstellen. In der Politik gibt's wenigstens Hartz 4, hier nichts. Die 3. Liga liegt auf der Intensivstation", hatte Kupka im Interview mit dem Münchner Merkur gesagt.

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