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Auch in diesem Jahr wurde die Meisterschaft der Bayern mit einer ordentlichen Bierdusche gefeiert © Getty Images

Edmund Stoiber und Willi Lemke sind sich einig. Die immer wiederkehrenden Bierduschen bei den Meisterfeiern des FC Bayern haben sich verselbstständigt.

Es ist ein Ritual, das auf den Meisterfeiern in der Münchener Allianz Arena nicht fehlen darf. Nach der Übergabe der Schale folgen zahlreiche Bierduschen. Mittlerweile ist es zu einem richtigen Wettbewerb geworden, wer es als erster schafft dem Trainer ein Glas über den Kopf zu schütten.

Der Aufsichtsratsvorsitzende des FC Bayern, Edmund Stoiber, hat von dem immer wiederkehrenden Ritual mittlerweile genug. In der ARD-Talksendung Hart aber Fair äußerte er sich deutlich: "Die ewigen Bierduschen, die haben sich verselbständigt. Die sind eine Art Kult geworden, der mir selber nicht besonders gefällt," sagte Stoiber.

Lemke findet GoPro-Kameras peinlich

Empört zeigte sich auch Willi Lemke. Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende von Werder Bremen findet vor allem eine Sache völlig daneben. Bei der diesjährigen Meisterfeier war am Glas von Arjen Robben eine GoPro-Kamera befestigt. Damit konnte der Moment, in dem er Trainer Carlo Ancelotti eine Dusche verpasst für 400 Millionen Bayern-Fans weltweit sichtbar gemacht werden. "Eine Peinlichkeit," wütete der 70-Jährige.

Edmund Stoiber selbst wurde übrigens noch nie mit Bier übergossen. "Nein, leider nicht. An den Aufsichtsratsvorsitzenden haben sie sich noch nicht herangewagt," sagte der 75-Jährige auf Nachfrage zu Moderator Frank Plasberg.

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