Dass Ruhm auch Schattenseiten hat, weiß Mesut Özil ganz genau. Auf dem Weg nach oben musste sich der heute 28-Jährige von vielen falschen Freunden trennen.

Weltmeister Mesut Özil hat schlechte Erfahrungen mit falschen Freunden gemacht.

"Je weiter du nach oben kommst, desto mehr Leute wollen was von dir", sagte er der Welt am Sonntag. Er sei im Laufe seiner Karriere auch an Menschen geraten, die "von dir profitieren wollen, die durch mich Geschäfte machen wollten. Es kam irgendwann raus, dass sie nicht meine Freunde waren, sondern mich nur benutzt haben".

Inzwischen habe er nur noch Leute um sich, denen er zu einhundert Prozent vertraue. Auf die Frage, wie viele Freunde er habe, sagte Özil: "Schon ein paar. Vielleicht zehn, 15."

Deutsch zu lernen war für Özil schwer

Özil (28), als Sohn türkischer Migranten in Gelsenkirchen geboren, berichtete zudem davon, dass er bis zu seinem vierten Lebensjahr ausschließlich türkisch gesprochen habe.

In Vorbereitungsschule und Schule sei das nicht viel anders gewesen, weshalb es "nicht leicht" für ihn war, deutsch zu lernen. "Noch heute muss ich mich konzentrieren, wenn ich deutsch rede", sagte er.

Deutschland sei für ihn aber "von Anfang an meine Heimat" gewesen. "Wenn ich im Urlaub war, bekam ich nach kurzer Zeit Heimweh nach Deutschland, nach Gelsenkirchen." Er vermisse seine Heimat "bis heute, wenn ich nicht da bin. Aber ich komme regelmäßig dorthin zurück".

Zwei Kulturen im Herzen

Der Profi des FC Arsenal ist "sehr dankbar, dass ich beide Kulturen in meinem Herzen habe, ich konnte mir sozusagen immer das Beste rauspicken. Aber natürlich ist das für jedes Einwandererkind auch eine lebenslange Aufgabe, ein bisschen wie in zwei Welten leben".

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