Kevin Kuranyi hängt seine Fußballschuhe an den Nagel, um sich seiner Familie zu widmen. Im Interview mit SPORT1 spricht er über diese Entscheidung.

von Oliver Mättig

Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi hat die kuriose Bekanntgabe seines Rücktritts erklärt.

"Wenn man ein Tor nicht trifft, ist man blind. Und zuletzt habe ich wenig getroffen - also höre ich lieber auf", verriet Kuranyi SPORT1.

Der 35-Jährige hatte am Freitag auf seiner Homepage mitgeteilt, seine Schuhe an den Nagel zu hängen - in amüsanter Art und Weise: "Ich habe eine Nachricht für euch. Nun gut, ich gebe zu, es gibt überraschendere Neuigkeiten. Aber jetzt ist es definitiv raus: Der Blinde hört endlich auf."

Kuranyi hatte zuletzt beim Bundesligisten 1899 Hoffenheim gespielt, wurde dort allerdings nur sporadisch eingesetzt.

"Ich habe lange überlegt"

Anfang Februar hatte der 35-Jährige, der bereits im Dezember 2016 von einem möglichen Karriereende sprach, in Weißrussland noch ein Probetraining bei FK Dinamo Brest absolviert.

"Ich habe lange überlegt und viel Zeit mit der Familie verbracht und bin letztlich zu dem Schluss gekommen, dass ich mit mir im Reinen bin und meine Karriere jetzt beenden kann", sagte Kuranyi im Gespräch mit SPORT1.

Seit 2001 absolvierte Kuranyi 275 Bundesliga-Spiele für den VfB Stuttgart, Schalke 04 und 1899 Hoffenheim. In dieser Zeit traf er 111-mal. Zudem spielte der gebürtige Brasilianer von 2010 bis 2015 in Russland bei Dynamo Moskau. Mit der Nationalmannschaft, für das er in 52 Partien 19 Treffer erzielte, wurde Kuranyi 2008 Vize-Europameister.

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