David Odonkor muss seinen Hut nehmen
David Odonkor muss seinen Hut nehmen © Imago

David Odonkor wird von der Hammer SpVgg vor die Tür gesetzt und gibt sich völlig überrascht. Die Kündigung hat wohl mit einem Interview zu tun.

Der ehemalige Nationalspieler David Odonkor ist seinen Job als sportlicher Leiter des westfälischen Oberligisten Hammer SpVgg nach rund anderthalb Jahren los. Das sagte der 33-Jährige dem Portal RevierSport

Über die genauen Gründe könne er keine Angaben machen, so der WM-Dritte von 2006. "Das ist eine gute Frage, die wohl nur die Verantwortlichen beantworten können", sagte Odonkor: "Mit mir wurde nicht gesprochen. Ich habe nur die fristlose Kündigung im Briefkasten vorgefunden."

Interview wohl als Auslöser

Odonkor hatte schon in der vergangenen Woche im Gespräch mit RevierSport seinen Abschied im kommenden Sommer angekündigt und dies mit fehlender Planungssicherheit begründet. Die Klub-Verantwortlichen erfuhren davon über die Medien, wenige Tage später folgte die Kündigung. Diese habe Odonkor "überrascht. Ich habe ja nicht gegen den Verein geschossen oder dergleichen."

Odonkor hatte den Posten im Oktober 2015 übernommen und an der Tätigkeit Gefallen gefunden.

Odonkor schwärmt von toller Aufgabe

"Ich denke, dass ich in Hamm fast 18 Monate gute Arbeit geleistet habe", sagte er: "Mir hat das sehr viel Spaß gemacht. Die Gespräche mit den Spielern, die Kaderplanung - das ist schon eine tolle Aufgabe. Ich bin hungrig und will weiter in dieser Position tätig sein."

Der einstige Profi von Borussia Dortmund, Betis Sevilla, Alemannia Aachen und des FC Hoverla Uschhorod (Ukraine) begann 2013 ein Trainer-Praktikum beim SC Verl, wo er kurz darauf zum Co-Trainer von Coach Andreas Golombek ernannt wurde. Nach dem Erwerb der Trainer-A-Lizenz wurde Odonkor Co-Trainer beim SC Herford, ehe er als Trainer zur TuS Dornberg in die Westfalenliga wechselte. Es folgte die Anstellung in Hamm.

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