Liga-Präsident Reinhard Rauball (r.) im Gespräch mit dem künftigen DFB-Chef Reinhard Grindel (l.)
DFB-Präsident Reinhard Grindel and DFL-Präsident Reinhard Rauball begrüßen das neue Gesetz © Getty Images

Der Deutsche Bundestag beschließt das Gesetz gegen Sportwettbetrug und Spielmanipulation. DFB und DFL begrüßen die Entscheidung.

Der Deutsche Bundestag hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag das Gesetz gegen Sportwettbetrug und Spielmanipulation beschlossen.

Damit können Sportler, Trainer oder Schiedsrichter, die sich des Wettbetrugs oder der Spielmanipulation schuldig machen, mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren bestraft werden. In besonders schweren Fällen drohen sogar bis zu fünf Jahre Haft.

"Mit dem beschlossenen Gesetzentwurf weisen wir Betrug und Manipulation im Sport in die Schranken. Sport hat eine Vorbildfunktion. Sport kann Werte wie Fairness und Chancengleichheit vermitteln. Sportwettbetrug und die Manipulation berufssportlicher Wettbewerbe bewirken aber genau das Gegenteil", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD): "Weil andere Maßnahmen nicht gegriffen haben, müssen wir solchen Methoden mit den Mitteln des Strafrechts begegnen. So sorgen wir dafür, dass der Sport auch künftig nur für das steht, was ihn ausmacht: Integrität und fairen Wettkampf."

Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) begrüßen den Schritt. "Das Gesetz ist ein wesentlicher Baustein für den Schutz der Integrität des Sports", sagte DFL-Präsident Reinhard Rauball: "Auch der Fußball selbst wird weiterhin alle ihm möglichen Anstrengungen zum Kampf gegen Wettbetrug und Spielmanipulation unternehmen."

DFB-Präsident Reinhard Grindel ergänzte: "Dass künftig die staatlichen Stellen auf Grundlage des gerade beschlossenen Gesetzes gegen Manipulation, Korruption und Betrug auch mit effektiven Strafverfolgungsmaßnahmen wie zum Beispiel Durchsuchungen und Abhörmaßnahmen konsequent vorgehen können, ist ein ganz wichtiger Schritt zur Wahrung der Integrität des Sports."

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