Diego Maradona hätte seinen Landsmann Lionel Messi gerne in Zürich angetroffen © Getty Images

Zürich - Weltfußballer Cristiano Ronaldo freut sich über seine Auszeichnung. Melanie Behringer und Diego Maradona sind enttäuscht. Stimmen zur FIFA-Gala in Zürich.

Der erste "The Best - FIFA Football Award" ist vergeben, die Titelträger stehen fest. Cristiano Ronaldo ist wie erwartet zum Weltfußballer des Jahres 2016 gewählt worden.

Mit Silvia Neid hat auch eine Deutsche eine Auszeichnung erhalten. Die Olympiasiegerin wurde zur Welttrainerin des Jahres gekürt. Manuel Neuer und Toni Kroos gehören der Welt-Elf 2016 an.

(Die Gala zum Nachlesen im Ticker)

SPORT1 fasst die Reaktionen der Beteiligten zusammen.

Cristiano Ronaldo (Weltfußballer des Jahres): "Ich möchte meinem Team, meinem Nationalteam, Real Madrid, meinem Trainer, meiner Familie, die hier ist, meinem Sohn und meinen Brüdern danken. 2016 war das beste Jahr meiner Karriere. Die Trophäe zeigt, dass die Leute nicht blind sind und die Spiele anschauen. Mit allem, was ich mit dem Nationalteam und dem Verein gewonnen habe, mit einer großartigen individuellen Leistung, kann ich dieses unglaubliche Jahr nicht vergessen. Danke, dass ihr mich gewählt habt. Ich habe nicht mehr zu sagen. Ich glaube, der Award spricht für sich. Ich werde jetzt nicht schreien."

Zur Abwesenheit der Barca-Spieler: "Es ist schade, dass die Barca-Spieler nicht gekommen sind, aber ich kann sie verstehen. Sie haben ein wichtiges Spiel (am Mittwoch gegen Athletic Bilbao, Anm. d. Red.) vor sich."

Diego Maradona zum Fernbleiben von Lionel Messi: "Ich bin enttäuscht von Leo. Vor dem Fernseher kann man nicht gegen eine Niederlage ankämpfen, hier schon. Cristiano hat den Preis verdient, aber ich weiß nicht, warum kein Barcelona-Spieler zu einer solch wichtigen Veranstaltung erschienen ist." 

Toni Kroos (Mitglied der Welt-Elf): "Das unterstreicht einfach nochmal das gute Jahr, das wir hatten. Mit dem Champions-League-Sieg und hinten raus dieser Trophäe sieht man, dass Real Madrid ein gutes Jahr gespielt hat."

Manuel Neuer (Mitglied der Welt-Elf): "Es war schön und es ist eine Ehre für mich, hier sein zu dürfen und den Preis entgegen genommen zu haben. Für mich und Toni Kroos stellvertretend für den deutschen Männer-Fußball hier zu haben, ist eine gute Sache. Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass noch der ein oder andere Bayern-Spieler hier hätte sein können. Aber für mich war es wieder ein Highlight."

Carli Lloyd (Weltfußballerin des Jahres): "Ehrlich gesagt habe ich das nicht erwartet. Ich würde hier ohne die Hilfe meiner Teamkolleginnen und des Trainerstabs nicht stehen. Ich möchte Jill Ellis (Nationaltrainerin USA, Anm. d. Red.) danken, die an mich geglaubt hat und mir geholfen hat, mein Spiel zu entwickeln."

Claudio Ranieri (Welttrainer des Jahres): "Unsere Anhänger haben etwas Fantastisches ermöglicht dieses Jahr. Meine Philosophie ist, zu vergessen und nach vorne zu schauen. Das Erfolgsgeheimnis ist vielfältig. Alles ist einfach in die richtige Richtung gelaufen."

Zinedine Zidane (Zweiplatzierter bei Wahl zum Welttrainer): "Ich bin froh, hier zu sein. Das ist schön, aber mich interessiert mehr, was meine Spieler machen. Cristiano hat ein fantastisches Jahr hinter sich und ich hoffe, dass er genauso weitermacht."

Silvia Neid (Welttrainerin Frauen des Jahres): "Es war ein sehr schöner und auch bewegender Abend, weil es für mich das I-Tüpfelchen auf dem I-Tüpfelchen war. Noch einmal Welttrainerin zu werden, ist schon etwas Besonderes."

Zur Weltfußballerin Lloyd: "Jede, die nominiert ist, hat es verdient. Aber ich hätte es Behringer schon ein wenig mehr gegönnt. Sie war eine ganz wichtige Spielerin für uns. Sie ist bei unserem Olympiasieg Torschützenkönigin geworden, das sagt schon einiges aus. Meine beste Spielerin war sie auf jeden Fall."

Melanie Behringer (Drittplatzierte bei Wahl zur Weltfußballerin): "CarIi Lloyd ist eine Top-Spielerin, sie hat die Auszeichnung verdient. Ich bin ein bisschen traurig, das muss ich zugeben. Aber ich war hier dabei, das erste Mal, mit 31. Damit habe ich auch nicht gerechnet. Es war ein tolles Erlebnis für mich, meine ganze Familie war hier, deshalb ist es trotzdem ein schöner Abend. Wir feiern jetzt noch ein bisschen."

Dani Alves (Mitglied der Welt-Elf und Ex-Barca-Akteur) zur Abwesenheit der Barca-Spieler: "Natürlich muss man ihre Entscheidung respektieren, aber sie hätten kommen sollen. Das ist meine Meinung. Sie sind mehr als vorbereitet, um hierher zu kommen und am Mittwoch zu spielen. Ich habe zu viele 'Blancos' (Real-Spieler, Anm. d. Red.) gesehen und dadurch fühlte ich mich nicht wohl."

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