Yorke
Dwight Yorke (l.) spielte von 1998 bis 2002 selbst bei Manchester United © SPORT1 Getty Images/Imago/Marc Tirl

München und Zürich - Dwight Yorke schwärmt im SPORT1-Interview von Jürgen Klopps Arbeit beim FC Liverpool. Außerdem bewundert er die Haltung von Bastian Schweinsteiger.

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Bei den Fans des FC Bayern weckt der Name Dwight Yorke schlechte Erinnerungen:

1999 gewann der einstige Weltklassestürmer mit Manchester United in letzter Minute das dramatische Champions-League-Finale gegen die Münchner.

Seinen Ex-Klub, mit dem er auch dreimal englischer Meister war, beobachtet der 45-Jährige als TV-Experte nach wie vor genau.

Beim Treffen mit SPORT1 am Rande der FIFA-Gala in Zürich sprach Yorke vor dem Duell zwischen United und dem FC Liverpool am Sonntag (LIVE und Exklusiv auf DAZN) über Bastian Schweinsteiger, Jürgen Klopp und das Titelrennen in der Premier League.

Martin Volkmar, Leiter News Online bei SPORT1, traf Dwight Yorke am Rande der FIFA-Gala in Zürich © SPORT1

SPORT1: Wie sehen Sie die Rolle von Bastian Schweinsteiger bei Manchester United?

Dwight Yorke: Für mich ist Schweinsteiger ein unglaublicher Spieler. Wir alle bewundern Schweinsteiger. Er hat mit Bayern und dem deutschen Nationalteam alles erreicht. Und ich weiß, dass er im Trainerstab, bei den Spielern und bei Jose Mourinho sehr respektiert ist.

SPORT1: Das verwundert ein wenig, schließlich ist er auch nach der Rückkehr in den Kader nur zweite Wahl.

Yorke: Er durchlebt ohne Zweifel eine schwere Zeit in Manchester. Ein anderer Spieler hätte das Theater nicht mit sich machen lassen und wäre zum Beispiel nach China abgehauen. Doch er ist immer noch bei United und kämpft.

SPORT1: Warum ist er aus Ihrer Sicht nicht gewechselt?

Yorke: Das zeigt, was für ein großartiger Sportler er ist. Er glaubt an seine Stärken. Aber genau das respektiert Mourinho. Es imponiert ihm, dass Schweinsteiger sich nicht aus dem Staub gemacht hat.

SPORT1: Kann er United denn überhaupt noch helfen?

Yorke: Da bin ich mir sicher. Manchester hat gerade die Kurve bekommen und befindet sich auf dem aufsteigenden Ast. Sie haben noch eine Menge Spiele vor sich und deswegen denke ich, dass er noch eine Rolle spielen wird, wenn Manchester noch ihre kleine Chance auf die englische Meisterschaft nutzen will.

SPORT1: Glauben Sie wirklich, dass der FC Chelsea noch abzufangen ist?

Yorke: Ich glaube, dass im Titelkampf noch alles möglich ist. Chelsea ist auf keinen Fall schon am Ziel. Allein die Niederlage gegen Tottenham hat gezeigt, dass die Premier League nicht so auszurechnen ist wie zum Beispiel die Bundesliga oder die Serie A. Wenn man in England nicht hundert Prozent gibt, fällt man sofort in der Tabelle zurück. Trotzdem befindet sich Chelsea in einer großartigen Position. Die Hälfte haben sie geschafft - aber nicht mehr.

SPORT1: Wie sehen Sie Liverpools Chancen vor dem Duell gegen United am Sonntag und wie bewerten Sie die Arbeit von Jürgen Klopp?

Yorke: Ihr Deutschen könnt stolz auf ihn sein. Jürgen Klopp hat erstaunliche Arbeit geleistet. Er hat Liverpool wiederbelebt, den Glauben zurückgebracht und die Mannschaft endlich wieder zu einem Titelkandidaten gemacht. Und er ist sicher noch nicht am Ende, sondern wird Liverpool noch weiter nach vorne bringen.

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