Ein überragender Ailton holt Werder Bremen beim Hallencup in Oldenburg gleich zweimal aus aussichtslosen Situationen zurück. Am Ende geht der Titel aber doch an Gladbach.

Trotz eines wie in alten Zeiten aufspielenden Kugelblitz Ailton hat der SV Werder Bremen den Turniersieg beim Cup der Öffentlichen Versicherungen in Oldenburg verpasst.

In einem rauschenden Finale der beiden mit Abstand besten Mannschaften des Turniers mussten sich die Hanseaten Borussia Mönchengladbach nach Neunmeterschießen mit 8:9 geschlagen geben

Platz drei schnappte sich der FC Schalke 04, der ebenfalls im Neunmeterschießen mit 2:1 gegen den VfL Wolfsburg die Oberhand behielt.

Ailton zeigte dennoch auf beeindruckende Art und Weise, dass er trotz seiner inzwischen 43 Jahre nichts an seiner Torgefährlichkeit eingebüßt hat.

Sowohl im Halbfinale als auch im Endspiel brachte der Brasilianer sein Team aus nahezu aussichtslosen Situationen zurück. Allein im Finale erzielte Ailton vier seiner am Ende neun Turniertore und durfte sich mit dem Titel des Torschützenkönigs trösten.

Ailton wurde mit neun Treffern Torschützenkönig © SPORT1

Neben Ailton standen Trainer Thomas Schaaf mit dem ehemalige Mittelfeld-Strategen Johan Micoud, Ivan Klasnic oder Fabian Ernst weitere klanghafte Namen zur Verfügung.

Ailton dreht groß auf

Ohne den Kugelblitz wäre für den Turnierfavoriten jedoch bereits im Halbfinale Schluss gewesen.

Gegen den VfL Wolfsburg lag Werder bis Mitte der zweiten Hälfte bereits mit 1:3 zurück, ehe Ailtons große Stunde schlug.

Der Brasilianer brachte sein Team 90 Sekunden vor Schluss zunächst auf 2:3 heran, ehe er wenige Sekunden vor dem Ende mit dem 3:3 die Halle zum Toben brachte.

Die Strapazen der aufregenden Schlussphase konnte man dem Kugelblitz danach am Gesichtsausdruck ablesen. Vor Luft schnappend ließ sich der Kugelblitz erst einmal auf dem Boden nieder und konnte auch im entscheidenden Neunmeterschießen, das Werder mit 2:0 für sich entschied, nicht antreten.

© SPORT1

Und auch dem Finale drückte der Torschützenkönig der Saison 2003/2004 mit vier Treffern seinen Stempel auf - und wurde sogar noch spektakulärer als gegen den VfL in der regulären Spielzeit zum Werder-Retter, als er bei nur noch zwei Sekunden auf der Uhr sein Team mit einem Gewaltschuss zum 6:6-Ausgleich in den Shootout rettete.

Vom Punkt versagten dann allerdings Micoud  gegen den überragenden Fohlen-Keeper Jörg Kaessmann zweimal die Nerven.

Die Ergebnisse im Überblick:

Finale:

Borussia Mönchengladbach - SV Werder Bremen 9:8 nach Neunmeterschießen

Neunmeterschießen um Platz 3:

FC Schalke 04  - VfL Wolfsburg 2:1

Halbfinale:

Borussia Mönchengladbach – FC Schalke 04 4:1

SV Werder Bremen – VfL Wolfsburg 5:3 nach Neunmeterschießen

Vorrunde:

Gruppe A:

VfB Oldenburg – Borussia Mönchengladbach  1:3

Borussia Mönchengladbach – VfL Wolfsburg   7:2

VfL Wolfsburg – VfL Oldenburg                    4:3

Gruppe B:

Werder Bremen – FC Schalke 04                  3:1

FC Schalke 04 – AS Rom                            8:2

AS Rom – Werder Bremen                           4:5

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