Bremen - Roman Weidenfeller entfacht nach Dortmunds Sieg in Bremen eine Stammplatz-Diskussion - wird von Trainer Thomas Tuchel aber prompt ausgebremst.

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Nach seiner starken Leistung probte Roman Weidenfeller ein wenig den Aufstand.

"Ich habe gut gehalten und wir haben gewonnen", sagte Weidenfeller nach Borussia Dortmunds 2:1-Sieg bei Werder Bremen und fügte vielsagend bei sky hinzu: "Es gibt keinen Grund etwas zu ändern. (Ergebnisse und Spielplan)

Das sieht Trainer Thomas Tuchel allerdings völlig anders. Und sein öffentlicher Konter folgte prompt: "Wenn Bürki fit ist, steht er im Tor."

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Mit Weidenfeller acht Spiele nicht zu null

Die von Weidenfeller entfachte Diskussion um den Stammplatz im BVB-Tor hat Tuchel also im Keim erstickt.

Nach seinem Mittelhandbruch, den sich Bürki beim Sieg gegen den FC Bayern zugezogen hatte, wird der Schweizer bald wieder zwischen den Pfosten zurück erwartet.

Durchaus sehnsüchtig, kann man sagen. Denn in den acht Spielen mit Weidenfeller hat die Borussia jeweils mindestens ein Gegentor kassiert - auch wenn dies weniger dem Oldie als seinen Vorderleuten vorzuwerfen ist.

Auch in Überzahl unsicher

Diese Anfälligkeit macht den Dortmunder weiter mächtig Sorgen.

Auch beim 2:1 in Bremen erwies sich die Defensive alles andere als sattelfest - und das sogar in Überzahl, nachdem Bremens Torhüter Jaroslav Drobny nach seinem Kung-Fu-Tritt gegen Marco Reus in der 39. Minute vom Platz gestellt worden war. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Nach der frühen Führung durch Aubameyang-Ersatz Andre Schürrle (5.) glichen die Bremer durch Fin Bartels (59.) aus, ehe Lukasz Piszczek (71.) das Siegtor gelang.

Über die Unsicherheiten konnte der Erfolg aber nicht hinweg täuschen.

Auch Tuchel weiß keine Antwort

Das Ziel direkte Champions-League-Qualifikation wird mit dem zwar hochtalentierten, aber teils unerfahrenen Kader alles andere als ein Selbstläufer. (Die Tabelle der Bundesliga)

"Wann die Stabilität kommt? Gute Frage", sagte Tuchel: "Vielleicht müssen wir anerkennen, dass wir nicht so stabil sind in diesem Jahr und lernen, damit umzugehen."

Und vielleicht hilft die baldige Rückkehr von Bürki - auch wenn Weidenfeller das naturgemäß anders sieht.

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