1. FC Nuernberg v 1. FC Kaiserslautern - Second Bundesliga
Nürnberger Jubel, Lauterer Frust. Durch die Niederlage sind die Pfälzer Tabellenletzter © Getty Images

Nürnberg - Nach einem indiskutablen Auftritt beim 1. FC Nürnberg verliert der 1. FC Kaiserslautern das erste Spiel deutlich. Gäste-Keeper Marius Müller patzt zweimal.

Ein folgenschwerer Patzer und ein Eigentor von Torhüter Marius Müller vom 1. FC Kaiserslautern haben dem 1. FC Nürnberg zu einem verheißungsvollen Start in die neue Saison der 2. Bundesliga verholfen.

Der deutlich überlegene Club nutzte die Unsicherheiten des Schlussmanns der Pfälzer und dessen Vorderleuten bei der Premiere des "Max-Morlock-Stadions" zu einem auch insgesamt überzeugenden 3:0 (2:0). (Tabelle und Ergebnisse der 2. Bundesliga)

Köllner begeistert: "Wunderschöne Tore"

"Die Zuschauer haben heute wunderschöne Tore gesehen und einen verdienten Heimsieg. Wir sind froh, dass wir uns diesen Sieg hier verdient haben. Die Mannschaft hat sich sehr reif präsentiert", sagte FCN-Coach Michael Köllner auf der Pressekonferenz.

FCK-Coach Norbert Meier war auf der Pressekonferenz natürlich bedient vom ersten Saisonspiel seiner Mannschaft. "Der Sieg der Nürnberger war absolut verdient. Wir sind zwar gut reingekommen, haben aber dann den Faden komplett verloren."

Und weiter: "Nach dem dritten Tor war es gelaufen. Wir hatten noch unsere Chancen, aber da hatte der Club schon einen Gang zurückgeschaltet."

Müller sieht schlecht aus

Bereits beim ersten Gegentreffer durch den starken neuen Club-Kapitän Hanno Behrens (12.) sah Müller schlecht aus: Der Nachfolger des zum Hamburger SV gewechselten U21-Europameisters Julian Pollersbeck ließ einen Schuss von Michael Ishak abprallen.

Danach lenkte Müller, für ein Jahr auf Leihbasis von Bundesligist RB Leipzig zurückgekehrt, einen Eckball von Sebastian Kerk ins Netz (25.). Beim Weitschuss des guten Kevin Möhwald, der nicht entschlossen angegriffen wurde, war er dann chancenlos (54.). 

Die Gäste-Fans hatten bereits vor der Partie ihre Meinung über ihren Rückkehrer mit drastischen Worten kundgetan.

Übles Plakat der FCK-Fans für Müller

"Schon wieder nicht auf den Charakter geschaut. Müller und Fechner, seht zu, dass ihr abhaut", lautete der Schriftzug auf einem Plakat aus dem Lauterer Fanblock.

Mit Fechner war U20-Nationalspieler Gino Fechner gemeint. Der 19-Jährige war ebenfalls aus Leipzig an den Betzenberg gewechselt. 

Der Club knüpfte vor 30.569 Zuschauern weitgehend an seine guten Leistungen aus der Vorbereitung an, als er unter anderem Borussia Mönchengladbach und Inter Mailand besiegt hatte. Die Mannschaft von Trainer Michael Köllner zeigte technisch guten Fußball und die reifere Spielanlage.

Kaiserslautern, das mit sechs von 17 Zugängen begonnen hatte, muss sich offensichtlich erst noch finden. Daran änderte auch der Pfostenschuss von Baris Atik (88.) nichts.

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