SpVgg Unterhaching v 1. FSV Mainz 05 - DFB Cup
Dominik Stahl (v.) strebt mit Unterhaching dem Aufstieg in die 3. Liga entgegen © Getty Images

München - Vor zwei Jahren half Dominik Stahl noch mit, den Abstieg zu verhindern. Bei SPORT1 äußert sich der jetzige Hachinger zur aktuellen Situation seines Ex-Klubs.

von

1860 München steht einmal mehr vor dem Abstieg in die 3. Liga.

Nachdem sich die "Löwen" vor zwei Jahren in den Relegationsspielen gegen Holstein Kiel gerade noch so retten konnten, müssen sie nun schon wieder in die Relegation - gegen Jahn Regensburg (Hinspiel Fr. ab 18 Uhr im LIVETICKER).

Einer, der vor zwei Jahren bei der Last-Minute-Rettung noch mit dabei war, ist Dominik Stahl.

Der 28-Jährige sieht seinen Ex-Verein vor einer schweren Zukunft, sollte in diesem Jahr der Klassenerhalt in der Zweiten Liga nicht geschafft werden.

"Ein brutales Ding"

"Es wäre ein brutales Ding für den ganzen Verein. Es war in dieser Saison sowieso schon hart mit U19- und U17-Abstieg. Wenn dann durch den Abstieg der Profis auch noch die U21 absteigen müsste, wäre das natürlich der Super-GAU", sagte Stahl vor der Relegation der 60er gegen Jahn Regensburg bei SPORT1.

Stahl, der vor seinem Wechsel zur SpVgg Unterhaching neun Jahre für 1860 München spielte, sieht die Ursachen für den abermaligen Absturz seines Ex-Vereins vor allem im großen Umbruch während dieser Saison.

"Ich denke, dass sich die neu zusammengesetzte Mannschaft noch nicht so gefunden hat, dass es in der Geschäftsstelle viele Wechsel gab", sagte Stahl, der nur noch sporadisch Kontakt zu den alten Kollegen hat.

Außerdem sei der gesamte Verein "keine eingeschworene Einheit", sagte Stahl.

Zu hohe Erwartungen

Dass die "Löwen" zu Saisonbeginn durch das investierte Geld von Mäzen Hasan Ismaik hohe Erwartungen geschürt hätten, mache die Aufgabe jetzt umso schwerer.

"Es ist natürlich schwer, wenn man die zunächst großen Erwartungen nicht erfüllen kann. Dann gerät man in eine Spirale. Wenn man sich nicht von Anfang an auf Abstiegskampf einstellt, ist es immer gefährlich", erklärte Stahl.

Dennoch sieht er seinen ehemaligen Klub in der Relegation gegen Regensburg im Vorteil: "Sie müssen gewarnt sein, aber ich glaube, dass sie sich da durchsetzen werden."

Für die Sechziger spreche, "dass sie die bessere Mannschaft haben und wahrscheinlich auch eine Wahnsinns-Kulisse im Heimspiel haben werden".

Sollte der Abstieg jedoch nicht vermieden werden können, könnte es in der nächsten Saison ein Wiedersehen zwischen Stahl und den "Löwen" geben. Gewinnen die Hachinger ihre Aufstiegsspiele gegen den SV Elversberg, spielen auch sie ab Sommer wieder in der 3. Liga. 

Weiterlesen