Im Hinspiel trennten sich 1860 München und Kaiserslautern 1:1 Unentschieden. © Getty Images

Im Endspurt der 2. Liga empfängt Kaiserslautern 1860 München zum Kellerduell. St. Pauli ist in Düsseldorf gefordert. Dynamo Dresden reist nach Fürth.

von Daniela Möckel

Abstiegskampf zwischen zwei Traditionsvereinen: Im Freitagsspiel der 2. Bundesliga begegnen sich der 1. FC Kaiserslautern und der TSV 1860 München (ab 18.30 Uhr in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Beide Vereine stecken zum Saisonendspurt im turbulenten Abstiegskampf fest. Die Roten Teufel siedeln sich mit 32 Punkten nur einen Zähler, dafür aber drei Tabellenplätze hinter den Löwen an.

"Ab einer bestimmten Tabellenregion darf sich keine Mannschaft sicher sein. Wir müssen die Dinge abrufen, die wichtig sind: Zweikampfstärke, Laufbereitschaft und Biss," erklärte Lauterns Coach Norbert Meier vor der Partie.

Dabei können die Hausherren wohl auch auf ihren Top-Torjäger Osayaman Osawe setzen. Der gebürtige Nigerianer bescherte den Lauterern in der laufenden Saison immerhin sechs Treffer. Sein Einsatz war wegen einer Schulterverletzung bis zuletzt fraglich.

Ebenfalls kämpferisch geben sich auch die Münchner Löwen, die am letzten Spieltag bei Kellerkind Erzgebirge Aue verloren haben.

"Wir haben die Qualität für eine bessere Platzierung. Das Entscheidende ist, dass die Spieler eine andere Körpersprache haben als im vergangenen Spiel," so Trainer Vitor Pereira. Von seinen Spielern erwartet der 48-Jährige Biss und die nötige Konzentration.

Bereits vor dem Spiel überraschen die Sechziger ihre Anhänger mit einer schönen Geste. Die Spieler spendieren den etwa 1000 Löwen-Fans die Busanreise.

St. Pauli braucht Befreiungsschlag

Gleichzeitig ist der FC St. Pauli bei Fortuna Düsseldorf gefordert (ab 18.30 Uhr in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Die Kiezkicker liegen Dank des Torverhältnisses auf Tabellenrang 14. Zu einem direkten Abstiegsplatz sind es lediglich zwei Zähler. "Dadurch, dass unten viele Mannschaften kontinuierlich gepunktet haben,hat sich die Tabelle wieder zusammengeschoben. Für uns ist es wichtig, dass wir defensiv stabil stehen," forderte Trainer Ewald Lienen. "Wir haben jetzt noch fünf Spiele, jedes Spiel zählt, jedes Spiel ist ein Endspiel." 

Belegte Fortuna Düsseldorf nach der Hinrunde noch den sicheren Tabellenplatz acht, ist die Lage zum 30. Spieltag wesentlich zugespitzter. Die Rheinländer holten aus den letzten beiden Partien lediglich zwei Punkte, liegen mit 35 Zählern auf Rang elf.

Trainer Friehelm Funkel gibt sich vor dem Kellerduell gegen St. Pauli dennoch gelassen. "Es ist normal, dass wir auf die Tabelle schauen. Aber wir sind nicht nervös,wir sind fokussiert auf die nächste Aufgabe!" Zuletzte zeigte Fortuna gegen Dynamo Dresden und Union Berlin überzeugende Leistung, fand jedoch am Ende keine Belohnung. "Wenn wir am Freitag ähnlich auftreten, dann haben wir eine gute Chance das Spiel zu gewinnen," sagt der 63-Jährige selbstsicher.

Sicheres Duell zwischen Fürth und Dresden

Zwar weniger wichtig, dafür aber keinesfalls weniger spannend wir das Aufeinandertreffen zwischen der SpVgg Greuther Fürth und Dynamo Dresden (ab 18.30 Uhr in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Aufgrund der Konstellationen im Tabellenkeller begegnen sich der Sechste Fürth und der Fünfte Dynamo im Niemandsland der Tabelle.

Beide Teams hatten zuletzt mit Form-Schwierigkeiten zu kämpfen. Während Dynamo aus drei Partien immerhin vier Punkte holte, war es für die Bayern lediglich ein Zähler.

"Fürth ist auf einem sehr guten Weg, ist sehr variabel, wir wissen noch nicht, was auf uns zukommt," warnt Dresdens Trainer Uwe Neuhaus. In dieser unsicheren Situation müssen die Sachsen zudem auf Kapitain Marco Hartmann und Pascal Testroet verzichten.

"Die Mannschaft musste mal durchatmen nachdem die 40 Punkte erreicht waren. Da ist schon Druck abgefallen. Und jetzt müssen wir einfach befreit aufspielen," fordert hingegen Kleeblatt-Trainer Janos Radoki. 

Mit 40 Zähler ist dem Team rechnerisch der frühzeitige Klassenerhalt bereits gelungen.