2. Bundesliga, Karim Matmour, TSV 1860 München
Karim Matmour spielte in Deutschland schon für Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt und für den 1. FC Kaiserslautern © SPORT1

Der Fall Karim Matmour wird immer dubioser. SPORT1 erfährt Hintergründe und weiß, wie es mit dem suspendierten Mittelfeldspieler bei 1860 München weitergeht.

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Der Streit zwischen 1860 München und Karim Matmour spitzt sich zu.

Der degradierte Mittelfeldspieler zieht jetzt gegen den Verein vor Gericht. Es wird sehr kurzfristig einen Verhandlungstermin vor dem Arbeitsgericht geben.

Matmour fühlt sich von den Löwen unzumutbar und nicht vertragsgemäß behandelt. Das erfuhr SPORT1 von einem Insider.

Matmours Vertrag verlängert

Der 31-Jährige war am 23. Februar aus dem Profikader degradiert und in die U21-Mannschaft abgeschoben worden. Offenbar haben beide Parteien aber bislang keinen Weg gefunden, wie mit dem bestehenden Vertrag von Matmour umgegangen werden soll.

Stattdessen erfuhr SPORT1, dass der bis 2018 laufende Vertrag sogar noch um ein Jahr verlängert wurde. Auf Anfrage wollten sich dazu weder der Verein noch Matmours Anwalt äußern.

Bemerkenswert wäre ein solcher Deal aber allemal. Schließlich ist Matmour seit Wochen bei den Sechzigern außen vor.

Von Mannschaftsessen ausgeladen

Zuerst hatte Löwen-Investor Hasan Ismaik alle Spieler samt Partnerinnen zu einem Essen geladen - nur Matmour und dessen Freundin waren nicht erwünscht. Danach folgte die sportliche Ausbootung.

Der von Matmour beauftragte Berliner Anwalt Stefan Hagen kritisierte zuletzt bei SPORT1 den Umgang mit seinem Mandanten: "Unter Einbeziehung aller Tatsachen ist das rechtlich nicht in Ordnung. Geschlossene Verträge sind zunächst einmal zu erfüllen. Daran ändert sich nichts, solange man nichts anderes vereinbart."

Matmour war im Sommer vom englischen Zweitligisten Huddersfield Town nach München gewechselt.

In der Hinrunde absolvierte er 13 Ligaspiele, in der Rückrunde kam der frühere algerische Nationalspieler nach dem Rauswurf von Trainer Kosta Runjaic plötzlich gar nicht mehr zum Zug.

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